Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Frühjahrstagung der Landessynode eröffnet


05 Apr. 2019

80 Mitglieder der Landessynode beraten vom 5. bis 8. April 2019

DRESDEN - Synodalpräsident Otto Guse eröffnete die diesjährige Frühjahrstagung der 27. Landessynode am 5. April im Großen Saal im ‚Haus der Kirche‘ (Dreikönigskirche) in Dresden. Danach begann für die 80 Landessynodalen die Arbeit in den sechs ständigen Ausschüssen.

Neben zwei Gesetzeslesungen mit Entwürfen zur Änderung des Diakoniegesetzes sowie eines Kirchengesetzes zur Auflösung des Kirchenbezirkes Glauchau-Rochlitz, stehen der Bericht der Kirchenleitung am Freitagabend und der Bericht des Diakonisches Werks am Sonnabend auf dem Programm.

Der Kirchenleitungsbericht „Kirchenbilder im Wandel“ greift u.a. Veränderungserfahrungen der Kirche in Geschichte und Gegenwart auf. Dabei geht es um die Wahrnehmung von Kirche, insbesondere der besonderen Situation der Christen in Ostdeutschland mit ihren epochalen Transformationserfahrungen. Es bleibe der Auftrag, nicht in scheinbar bergenden und unveränderlichen Höhlen der Vergangenheit zu flüchten, sondern der Kirche eine durchlässige und hörende Gestalt zu geben, die in einer bewegten Gemeinschaft in Christus unterwegs ist.

Wie sehr Veränderungsprozesse auch handlungsbestimmend werden, zeigen das Konzept der Neustrukturierung von Einrichtungen und Werke sowie Wege zu einer Digitalstrategie innerhalb der Landeskirche. So werden am Sonnabend in Berichten des Landeskirchenamtes die Neuausrichtung insbesondere von Einrichtungen der Aus-, Fort- und Weiterbildung und der Bildungsarbeit in drei Zentren sowie ein Zwischenstand der Einordnung der Digitalisierung vor dem Hintergrund des Auftrages der Kirche erläutert. Beide Berichte gehen auf Anfragen und Beschlüsse der Landessynode zurück.

Thematisch wird der Blick in dieser Frühjahrstagung auf die evangelische Hilfsaktion BROT FÜR DIE WELT im 60. Jahr ihres Bestehens gelenkt. Ebenfalls am Sonnabend erläutert ein Impulsvortrag von Danuta Sacher (Berlin) die Arbeit des Hilfswerkes. Das durch die Landessynode initiierte Projekt "Ökumenischer Weg für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung" soll die Ziele des Konziliaren Prozess aufgreifen und auf aktuelle Fragen beziehen. Über den aktuellen Stand des Projektes berichtet die Projektreferentin Kerstin Göpfert.

Während der Tagung ist im Foyer des Hauses der Kirche eine Ausstellung von "Brot für die Welt" mit dem Titel "Wasser zum Leben" zu sehen. Zudem stellt Kerstin Göpfert das Projekt "Ökumenischer Weg" vor, das u.a. aus Mitteln von Brot für die Welt finanziert wird.

Am Sonntag, 7. April, wird um 10:00 Uhr zu einem Gottesdienst in die Dresdner Diakonissenhauskirche eingeladen. Es predigt Landesbischof Dr. Carsten Rentzing. In diesem Gottesdienst führt Oberlandeskirchenrat Tobias Bilz den Pfarrer Roland Kutsche als Koordinator für die Begleitung von missionarischen Projekten und Initiativen in dessen Amt ein. Aufgenommen hatte er seine Tätigkeit in der Ehrenamtsakademie Meißen bereits am 1. Februar.
In einer öffentlichen Plenarsitzung wird Oberkirchenrat Dietrich Bauer als Direktor des Diakonischen Amtes den Diakonie-Bericht vortragen.
Am Sonntagabend gibt es einen weiteren Bericht, der einen der Synode vorliegenden Maßnahmeplan zur Förderung der Teilhabe von Frauen und Männern an kirchlichen Ämtern und Funktionen mit dem Ziel der gleichberechtigten Teilhabe zum Inhalt hat und Ergebnisse einer Arbeitsgruppe widergibt.

Nach weiteren öffentlichen Beratungen sowie Berichten aus den Ausschüssen wird am Montag, 8. April, die Tagung voraussichtlich am Nachmittag mit einer Andacht zu Ende gehen.

Zur Tagesberichterstattung

Präsident Otto Guse begrüsst die Gäste der Synode
Eröffnung kurz zuvor um 10:30 Uhr in Haus der Kirche
Mediengespräch am Rande der Synode (v.l.n.r. Kerstin Göpfert, Otto Guse, Christoph Apitz, Tabea Köbsch
Ausstellung Brot für die Welt im Foyer des Hauses

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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