Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Friedenslicht aus Bethlehem kommt nach Sachsen


09 Dez. 2020

Friedenslichtaktion 2020 unter dem Motto: "Frieden überwindet Grenzen"

DRESDEN - Das „Friedenslicht aus Bethlehem“ wird dieses Jahr wieder von Österreich aus in einer Stafette durch Europa verteilt. Der Weg führt über die internationale Aussendungsfeier in Salzburg am Sonnabend, 12. Dezember, nach München. Die diesjährige  Friedenslichtaktion unter dem Motto "Frieden überwindet Grenzen" soll am Ende des Jahres 2020 ein Zeichen für Offenheit und Verbundenheit setzen.

Das Licht wird nach der internationalen Aussendungsfeier in Salzburg von den österreichischen Pfadfinderinnen und Pfadfindern an der Grenze an deutsche Pfadfinderinnen und Pfadfinder übergeben, die es auf zwei Routen weiter verteilen. Coronabedingt wird die Feier in Salzburg in diesem Jahr nur mit wenigen Anwesenden virtuell übertragen.

Die Fahrt geht in diesem Jahr nicht per Zug in verschiedene Richtungen nach Deutschland, sondern führt für Mitteldeutschland per PKW am Sonntagmorgen nach Schkeuditz bei Leipzig. Von hier aus nehmen die sächsischen Pfadfinderinnen und Pfadfinder das Licht um 9:20 Uhr entgegen und bringen es zu regionalen Gottesdiensten, Andachten und Aussendungsfeiern.

Sie finden an verschiedenen Orten Sachsens jeweils unter Beachtung der geltenden Kontaktbeschränkungen und Hygienevorschriften am Sonntagnachmittag oder am Abend statt. So wird das Friedenslicht traditionell am 3. Advent in Dresden in diesem Jahr zwischen 14:00 und 17:00 Uhr auf der Wiese vor der Trinitatiskirchruine in Dresden-Johannstadt verteilt. Hier können Bewohnerinnen und Bewohner mit einer Kerze oder Laterne zum Trinitatisplatz kommen und sich das Licht von dort nach Hause holen. Zum Ökumenischen Friedensgebet in der Dresdner Kreuzkirche am Montag, 14. Dezember, um 17:00 Uhr, wird es ebenfalls ausgegeben.

Zu den Aussendungsfeiern werden wieder Vertreter der Feuerwehren, der Johanniter Unfallhilfe, der Malteser sowie Vertreter der evangelischen und katholischen Jugend und der Kirchgemeinden und Pfarreien erwartet, die das Licht in den nächsten Tagen zu verschiedenen Einrichtungen weitertragen. 

Jedes Jahr entzünden Pfadfinder  aus Österreich in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem eine Kerze und verteilen das Licht in ganz Europa. Die Weitergabe des Lichtes erinnert an die weihnachtliche Botschaft und an unseren Auftrag, den Frieden in der Welt Wirklichkeit werden zu lassen. 

Seit 1994 verteilen deutsche Pfadfinder das Friedenslicht aus Bethlehem und sorgen dafür, dass dieses Weihnachtssymbol der Hoffnung auf Frieden am Heiligabend in privaten und öffentlichen Räumen zu sehen ist. Die Aktion wurde zuvor vom Österreichischen Rundfunk ins Leben gerufen und bis heute unterstützt. Seit 1986 entzündet ein Kind, das sich durch besonderes Engagement hervorgetan hat, das Friedenslicht an der Flamme der Geburtsgrotte Christi in Bethlehem.  

Es ist somit ein Zeichen der Hoffnung und der Solidarität – unabhängig von Religion, Weltanschauung oder Hautfarbe. Das Licht wird an alle Menschen verteilt,  die sich Frieden wünschen.
(In Dresden kann auch im Büro des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder Land Sachsen (VCP), Caspar-David-Friedrich-Str. 5, 01219 Dresden abgeholt werden. Das Büro bittet um eine telefonische Terminvereinbarung unter der Nummer 0176-47373597 oder per Mail an veit.schlenker@rdp-sachsen.de)

Friedenslicht

Aktuell: Friedenslicht in Dresden angekommen und wird verteilt
An der Trinitatiskirche bieten mehrere Stationen das Friedenslicht zur Verteilung an

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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