Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Friedensgebete zu Großdemonstrationen im Oktober 1989
06 Okt. 2020
Ökumenisches Friedensgebet in St. Johannis in Plauen
PLAUEN - Genau 31 Jahren nach der ersten Großdemonstrationen der Friedlichen Revolution in Plauen laden die Evangelisch-Lutherische St. Johannis-Kirchgemeinde und die Evangelische Akademie Sachsen am 7. Oktober um 18:00 Uhr zu einem Ökumenischen Friedensgebet ein zu der Frage: „Ist der Rechtsstaat in Gefahr?“. „Wir erleben, dass heute Menschen auf die Straße gehen und Maßnahmen, die sie selbst und andere vor dem Corona-Virus schützen sollen, als Redeverbot interpretieren“, sagt die Plauener Superintendentin Ulrike Weyer. „Doch der Rechtsstaat braucht Respekt, Anstand und Verantwortung füreinander. Deshalb wollen wir an die Friedliche Revolution 1989 anknüpfen und für Frieden und Versöhnung beten.“
Während des Friedensgebets wird der Direktor der Evangelischen Akademie Sachsen, der Bürgerrechtler und Pfarrer Stephan Bickhardt, ein Gespräch mit der Plauener Stadträtin und Soziologin Diana Zierold und der Philosophin Dr. Panja Lange von der Evangelischen Akademie Sachsen führen. Der 7. Oktober 1989 in Plauen gilt mit rund 15 000 protestierenden Menschen als erste Großdemonstration der Friedlichen Revolution in der DDR.
Ökumenisches Friedensgebet in der Dresdner Kreuzkirche
DRESDEN – In der Dresdner Kreuzkirche findet am 8. Oktober, dem Dresdner Gedenktag an die Friedliche Revolution, um 17:00 Uhr das alljährliche Friedensgebet statt. Es widmet sich dem 30. Jubiläum der Wiedervereinigung Deutschlands. Gestaltet wird es von Schülerinnen und Schülern der 11. Klasse des St.-Benno-Gymnasiums.
Predigen wird Andreas Leuschner, der im Herbst 1989 mit der „Gruppe der Zwanzig“ auf der Prager Straße war. Anschließend ehrt an den „Steinen des Anstoßes“ die AG 8. Oktober-Dresdner Aufbruch die Publizistin Katrin Rohnstock mit der Plakette „Schwerter zu Pflugscharen“.
Friedensgebet am Tag der Friedlichen Revolution in Leipzig
LEIPZIG - Dieses Jahr ist am 9. Oktober alles anders, denn aufgrund der Corona-Pandemie kann das Lichtfest nicht in der gewohnten Weise mit vielen tausend Besucherinnen und Besuchern stattfinden. Um dennoch gemeinsam zu gedenken und feiern, auch ohne persönlich vor Ort zu sein, haben die Verantwortlichen neue Formen des gemeinschaftlichen Erinnerns entwickelt. Zu Hause bleiben und dennoch dabei sein - das ist der Leitgedanke 2020.
So können alle Interessierten beim Lichtfest 2020 dabei sein – im Vorfeld als Kerzenpate und am 9. Oktober via Livestream! Ebenfalls zu Hause kann ein (Licht)Zeichen gesetzt werden.
Das traditionelle Friedensgebet findet für eingeladene Teilnehmende um 17:00 Uhr in der Nikolaikirche statt, bevor um 18:15 Uhr die Rede zur Demokratie beginnt. Alle Kernveranstaltungen des 9. Oktober – Friedensgebet, Rede zur Demokratie und Lichtfest Leipzig – werden ab 17:00 Uhr live von Leipzig Fernsehen und per Livestream übertragen. Alle Veranstaltungen werden von Gebärdendolmetschern begleitet.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.