Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

Bereich

Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

Bereich

  

Freiberger Abendmusiken vor 75 Jahren


02 Juni 2020

Die bevorstehende 2. Abendmusik unter Auflagen in Corona-Zeiten

FREIBERG – Der ehemalige Freiberger Domorganist Arthur Eger führte 1939 die Tradition der Abendmusiken an der berühmten Silbermann-Orgel im Freiberger Dom ein. In seinem 42-jährigen kirchenmusikalischen Wirken in St. Marien setzte er sich früh für den Erhalt der historischen Silbermann-Orgeln ein. Am 7. Juni jährt sich die Wiederaufnahme der Abendmusiken zum 75. Mal. Das legendäre Konzert fand bereits vier Wochen nach Ende des 2. Weltkriegs statt.   

Tausende strömten damals in den Freiberger Dom, so dass er vor Überfüllung geschlossen werden musste. Arthur Eger war es, der kaum aus dem Krieg zurückgekehrt, die Abendmusiken wieder auf den Plan stellte. Der damalige Stadtkommandant und der Oberbürgermeister unterstützten das Anliegen. Als Domorganist Eger vor dem Konzert erkrankte und sogar ins Krankenhaus musste, organisierte er von dort ein Konzertprogramm zusammen mit dem Freiberger Domchor.

Zwei Proben fanden sogar im Krankenhaus statt. Später schrieb Eger, dass dieses Konzert das beeindruckendste und berührendste Erlebnis seiner musikalischen Laufbahn gewesen sei. Mit zwei bekannten Orgelwerken, der Toccata und Fuge in d-Moll und Präludium und Fuge in G-Dur, bot Arthur Eger ein überragendes Programm. Gänsehaut verursachte auch der Bach-Choral „Wenn wir in größten Nöten Sein“, den der Domchor aufführte. Dieses Konzert gab den Menschen nach den tragischen Kriegsjahren wieder Hoffnung.

Am kommenden Donnerstag, 4. Juni, um 20:00 Uhr erwartet Domkantor Albrecht Koch die Gäste des Freiberger Domes zur 2. Abendmusik in dieser Saison. Er spielt an den Silbermann-Orgeln des Freiberger Domes ein Programm, mit dem er auf das Pfingstfest Bezug nimmt. Eine Besonderheit ist auch das Andante mit Variationen von Christian Heinrich Rinck. Dieser ist ein unbekannter Zeitgenosse Ludwig van Beethovens. Wie Beethovens, wird auch Rincks 250. Geburtstag in diesem Jahr gedacht.

Unter Beachtung entsprechender Auflagen, gilt nach wie vor die Begrenzung auf 100 Besucher. Diese werden gebeten, ihre Karten möglichst im Vorverkauf zu erwerben. Für Jahreskarteninhaber können die Plätze bis 15 Minuten vor Konzertbeginn freigehalten werden. Auch werden alle Konzertbesucher registriert und die Liste drei Wochen unter Verschluss aufbewahrt, bevor sie dann vernichtet wird. Karten gibt es im Vorverkauf im Domladen Freiberg, an den bekannten Vorverkaufsstellen mit reservix-Anschluss sowie online unter www.reservix.de

VERANSTALTUNGSHINWEIS: Europas Orgelwelt trifft sich online

Die Silberstadt Freiberg lädt ein und die Europäische Orgelwelt trifft sich – im Internet. Am 6. Juni, 19:00 Uhr, präsentiert die Vereinigung „ECHO – European Cities of Historical Organs“ ein bisher einzigartiges Konzertformat. Domorganist Albrecht Koch, der für Freiberg das Amt des ECHO Artistic Directors innehat, ist es gelungen, ein gemeinsames Konzert an den bedeutendsten historischen Orgeln aus allen neun ECHO-Städten auf die Beine zu stellen. Neben der Großen Domorgel von Gottfried Silbermann in Freiberg erklingen insgesamt 14 weitere Orgeln aus Mafra (Portugal), Treviso (Italien), Alkmaar (Niederlande), Brüssel (Belgien), Toulouse (Frankreich), Fribourg (Schweiz), Innsbruck (Österreich) und Trondheim (Norwegen). Die meisten Werke, die an dem Abend zu hören sind, wurden exklusiv dafür eingespielt. Die Kampagne „So geht sächsisch.“ der Sächsischen Staatskanzlei unterstützt das Konzert als Koproduzentin.

Das etwa anderthalbstündige Konzert wird am 6. Juni, 19 Uhr, kostenfrei auf den YouTube- und Facebook-Kanälen von ECHO und „So geht sächsisch.“ gezeigt.

https://www.facebook.com/ECHOorgans

https://www.facebook.com/sogehtsaechsisch

https://www.youtube.com/user/sogehtsaechsisch

Domorganist Albrecht Koch. Im Hintergrund die große Silbermann-Orgel

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

Teilen Sie diese Seite