Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Frauenkirchenkantor auf OrgelFahrt
16 Feb. 2022
Musikalische Reise durch Raum und Zeit vom 17. bis zum 20. Jahrhundert
DRESDEN – Der Dresdner Frauenkirchenkantor Matthias Grünert ist wieder auf OrgelFahrt. Diesmal geht es vom 18. bis 20. Februar mit dem sächsischen und dem thüringischen Vogtland durch zwei Bundesländer. Auf dem Programm stehen elf Orgel-Vespern mit Start am Freitagabend in der Oelsnitzer Jakobikirche um 17:30 Uhr und um 19:00 Uhr in der Johanniskirche Plauen.
Das Vogtland ist bekannt für seine historisch vielschichtige Orgellandschaft und seine musikalischen Traditionen. Ein Instrument hervorzuheben, tue den anderen unrecht, meint Grünert. Besonders zu erwähnen sei dennoch ein historischer Schatz wie die Silbermannorgel in Mylau, wo er am Sonnabend um 16:00 Uhr spielt. Danach geht es über die Landesgrenze nach Naitschau, danach an die Trampeli-Orgel in Dobia.
Alle musikalischen Beiträge sind auf die jeweiligen Instrumente abgestimmt, nichts wiederholt sich. Die Ausgestaltung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den gastgebenden Kirchgemeinden. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Der Organist ist anders als gewohnt nicht in Konzerten sondern angepasst an die Corona-Krise in OrgelVespern zu hören.
„Matthias Grünert verbinden viele freundschaftliche Bande mit dem Vogtland. Er war nach Abschluss seines Studiums Stadt- und Kreiskantor in Greiz und die Verbindung ist auch über die Jahre nie abgerissen. Regelmäßig ist er gern gesehener Gast in der Region“, sagt Christiane Linke, die das Projekt mit einem Team von Ehrenamtlichen organisiert.
„Der Orgelbau des 20. Jahrhunderts präsentiert sich in einer Vielzahl von Kirchen, lässt aber ein breites Spektrum an Orgelliteratur zu,“ so Linke. Für die OrgelFahrt kündigt sie eine musikalische Reise durch Raum und Zeit, vom 17. bis zum 20. Jahrhundert, an. So gehe es von England über Frankreich nach Norddeutschland, mit Station in Leipzig und dem nahen Lobenstein über Nürnberg bis nach Italien.
Tourenplan:
Freitag, 18. Februar
17:30 Uhr, Oelsnitz, St. Jakobi, Kirchplatz
19:30 Uhr, Plauen St. Johannis, Johanniskirchplatz
Samstag, 19. Februar
14:00 Uhr, Rodewisch, St.-Petri- Kirche
16:00 Uhr, Mylau, Stadtkirche
18:00 Uhr, Naitschau, Kirche Naitschau
19:30 Uhr, Dobia, Kirche Dobia (Zeulenroda)
Sonntag, 20. Februar
10:00 Uhr, Wünschendorf St. Veit
14:00 Uhr, Zeulenroda, Dreieinigkeitskirche
15:30 Uhr, Triebes, Stadtkirche
17:30 Uhr, Weida
19:30 Uhr, Gera, St. Salvatorkirche, Nicolaiberg 2
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.