Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Frauen gestalten Weltgebetstag
04 März 2020
Botschaft des Weltgebetstags 2020 aus Simbabwe
DRESDEN - In über 120 Ländern wird am 6. März für Frieden, Gerechtigkeit und Offenheit gerade auch für die, die oft vergessen werden, gebetet und miteinander gefeiert. Allein rund einen Million Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche in Deutschland beteiligen sich am Weltgebetstag, der in den letzten 130 Jahren zur größten ökumenischen Basisbewegung weltweit wurde. Jedes Jahr wandert das Gebet am ersten Freitag im März 24 Stunden lang um den Erdball und verbindet auch in Deutschland Christinnen und Christen unterschiedlicher Konfessionen in Gebet und Handeln.
Jedes Jahr legen Frauen eines Landes das Motto fest und gestalten die Liturgie. 2020 kommen die Impulse von Frauen aus Simbabwe. Im Mittelpunkt steht die Heilung einer gelähmten Person am See Betesda (Johannes 5, 2-9a), somit folgt der Weltgebetstag dem Motto „Steh auf und geh!“ („Rise! Take Your Mat and Walk).
Über alle Grenzen hinweg arbeiten Vertreterinnen aus aller Welt im Internationalen Weltgebetstagskomitee zusammen. Die Regionen Afrika, Asien, Europa, Karibik-Nordamerika, Lateinamerika, Naher Osten und Pazifik entsenden je zwei Delegierte ins Komitee. Zwölf Mitgliedsorganisationen des Deutschen Weltgebetstagskomitees laden zur Teilnahme an den vielen dezentralen Feiern und Gottesdiensten ein.
Frauen in Sachsen beteiligen sich traditionell am Weltgebetstag
Auch in Sachsen beteiligen sich in über zwei Drittel der Kirchgemeinden Frauen und Frauenkreise am Weltgebetstag mit Nachmittagsveranstaltungen, Gottesdiensten und Andachten. Darunter sind auch Gemeinden, die das Thema des Weltgebetstages am darauffolgenden Sonntag Reminiszere in Familiengottesdiensten aufgreifen.
Das Engagement für den Weltgebetstag ist bunt, vielfältig sowie zahlreich vertreten. Neben Andachten und Gottesdiensten am Freitag, 6. März finden weitere Veranstaltungen auch am Sonnabend statt.
In Dresden Löbtau wird zweimal Weltgebetstag gefeiert. Sowohl am Freitag, 6. März, um 18:30 Uhr beim ökumenischen Weltgebetstagsgottesdienst in der katholischen Gemeinde St. Antonius sowie am Sonntag 9:30 Uhr in der Hoffnungskirche (Clara-Zetkin-Straße 30).
Zu Tee und Gespräch wird in Aue um 18:00 Uhr in die Ev.-meth. Andreaskapelle (Ricarda-Huch-Straße 97) eingeladen. Anschließend findet ab 19:00 Uhr ein Weltgebetstagsgottesdienst statt.
Die Ev.-Luth. Kirchgemeinde Freital lädt am Sonntag, 8. März, um 9:30 Uhr zum Weltgebetstag in die Pesterwitzer Kirche mit Kindergottesdienst und anschließendem Essen mit Gerichten aus Simbawe ein.
Einen Familiengottesdienst zum Weltgebetstag mit gemeinsamen Essen wird auch in Ebersbach-Neugersdorf ab 10:30 Uhr gefeiert.
Vom 8. März bis 15. Mai präsentiert die Kirchgemeinde Dresden-Blasewitz in der Heilig.-Geist-Kirche (Berggartenstraße 22a) eine Ausstellung zum Weltgebetstag (World Day of Prayer) "informiert beten, betend handeln" („informed prayer, prayerful action“). Die Geschichte des Weltgebetstages der letzten 35 Jahre in den Dresdner Kirchen der Stadtteile Blasewitz, Striesen und Tolkewitz wird insbesondere im Zusammenhang mit Gottesdienstformen, Projekten und Erinnerungsstücken in den Blick genommen. Beispielhaft soll so über die weltweite Bewegung informiert werden.
Die Vorbereitungen auf den Weltgebetstag beginnen mit den bundesweiten Werkstätten im Sommer des Vorjahres. Multiplikatorinnen tragen die neu gewonnenen Erkenntnisse und Ideen weiter auf die regionale Ebene. Von dort geht es weiter zu regionalen Vorbereitungen bis hin zu den Treffen in den Gemeinden vor Ort.
Projekte und Kollekten
Gastfreundschaft, Gebete und Erfahrungen: Beim Weltgebetstag teilen Menschen rund um den Erdball solidarisch und auf Augenhöhe miteinander. Ein wichtiges Zeichen dieser Solidarität mit Frauen und Mädchen weltweit ist die Kollekte aus den Gottesdiensten.
Der Großteil der jährlichen Kollekten und Spenden aus Deutschland kommt Frauen- und Mädchenprojekten auf der ganzen Welt zugute. Seit 1975 konnten so über 6.000 Projekte in rund 150 Ländern weltweit mit ca. 69 Mio. Euro unterstützt werden.
Im Jahr 2019 kamen in Deutschland anlässlich des Weltgebetstags aus Slowenien Spenden und Kollekten von über 2,569 Millionen Euro (stand März 2020) zusammen. Neben der internationalen Weltgebetstagsbewegung wurden mit diesem Geld 50 Frauen- und Mädchenorganisationen in 24 Ländern gefördert.
- Projekte weltweit: https://weltgebetstag.de/kollekte-projekte/projekte-weltweit/
Weltgebetstag der Frauen - Deutsches Komitee e. V.
Evangelische Bank eG, Kassel
IBAN: DE60 5206 0410 0004 0045 40
BIC: GENODEF1EK1
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.