Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Fortbildung im Fördermittelmanagement abgeschlossen


29 Jan. 2025

Mitarbeiterinnen aus Sachsen erhalten Zertifikat „Referent*in Fördermittelmanagement (FA)“

FRANKFURT/M. - Nach einer erfolgreich absolvierten berufsbegleitenden Fortbildung erhielten am 22. Januar2025 drei Teilnehmerinnen aus der sächsischen Landeskirche einen Abschluss als „Referentin Fördermittelmanagement (FA)“. Sie kamen aus der Evangelischen Akademie Sachsen, der Evangelischen Erwachsenenbildung Sachsen und dem Ev.-Luth. Kirchenbezirk Zwickau. Der von der Fundraising Akademie gGmbH mit Sitz in Frankfurt/Main ausgerichtete Fortbildungskurs umfasste drei, jeweils dreitägige Präsenzphasen in der Evangelischen Tagungsstätte Hofgeismar sowie in den Zwischenzeiten mehrere Onlineeinheiten.

Die Fortbildungsinhalte waren sehr anspruchsvoll wie vielfältig. Sie befähigen die Teilnehmerinnen, für ihre Einrichtungen Fördermittel u.a. von EU, Bund, Land, Gemeinden, Soziallotterien sowie Förderstiftungen zu beantragen. Dabei wurde großer Wert auf Projektmanagement, organisatorische und strategische Aspekte, Antrags-Fundraising, Wirkungsorientierung und Wirkungsanalyse gelegt und sich auch moderner digitaler Werkzeuge wie KI-unterstützter Fördermittelantragstellung bedient. Die Kompetenzen und Qualifikationen in den vorgenannten Themengebieten waren durch Hausarbeiten, Kolloquien sowie Einzel- und Gruppenübungen nachzuweisen.

Die vorhandene und auf den kirchlichen Kontext heruntergebrochene Fördermittel-Datenbank der Landeskirche kam bei der effektiven Fördermittelrecherche der Kursteilnehmerinnen voll zum Einsatz.  „Den eigenen Horizont weitend und bereichernd“ fassten die drei Teilnehmerinnen einhellig die Fortbildung zusammen: „Es tat gut, andere Arbeitskontexte außerhalb einer Landeskirche wahrnehmen und gleichzeitig auch den eigenen Arbeitskontext einbringen zu können“. Netzwerken würde dies heute genannt.

Der praxisbezogene Austausch zwischen den Teilnehmenden und die enge Begleitung durch erfahrene Dozenten und Berufs-Praktiker soll einen großen Mehrwert für alle Beteiligten bieten, für Lehrende wie Lernende. „Aus der Praxis für die Praxis“ wie auch „anstrengend und sehr gut“ wurden die drei Präsenzphasen an sich und die Zwischenzeiten mit den Online-Einheiten von den sächsischen Teilnehmerinnen realistisch beschrieben.
Die Absolventinnen der Fundraising Akademie sind mit ihrem zertifizierten Abschluss nun fachlich kompetent und mit dem erworbenen Fachwissen gut gerüstet, um die großen Herausforderungen für die Zukunft in ihren Einrichtungen besser bewältigen zu können.

Mit dem im Oktober 2024 gestarteten berufsbegleitenden Fortbildungskurs „Referent*in Fördermittelmanagement (FA)“ kooperierte die sächsische Landeskirche erstmals mit der Fundraising Akademie. Anliegen und Ziel dieser Kooperation ist es, die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Arbeitsfeld öffentliche Fördermittel bestmöglich zu befähigen und damit einen wichtigen Beitrag zum Aufbau dieser fachlichen Kompetenz in der Landeskirche zu leisten.

Die Fortsetzung der Kooperation ist schon auf den Weg gebracht. Im März 2025 brechen wiederum drei hauptamtlich Mitarbeitende aus der sächsischen Landeskirche zum nächsten Kurs dieser berufsbegleitenden Fortbildung auf.

EVLKS-Fördermittel-Datenbank

Zum Thema: Fortbildung im Fördermittelmanagement (27.10.24)

Teilnehmerinnen aus Sachsen mit Zertifikat
Evangelische Tagungsstätte Hofgeismar (VCH)
Screenshot einer Taskcard / Hausarbeit einer Teilnehmerin

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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