Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Fortbildung im Fördermittelmanagement


27 Okt. 2024

Zusammenarbeit mit Fundraising Akademie in Frankfurt

DRESDEN – Derzeit absolvieren drei hauptamtlich Mitarbeitende der sächsischen Landeskirche bis Januar nächsten Jahres die zertifizierte berufsbegleitende Fortbildung „Referent*in Fördermittelmanagement (FA)“. Sie umfasst neun Präsenztage in drei Blöcken sowie zusätzliche Online-Seminare.
Im ersten Abschnitt der Ausbildung waren die drei Teilnehmerinnen bereits für drei Tage in der Evangelischen Tagungsstätte Hofgeismar der Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), so es um professionelles und gelingendes Fördermittelmanagement ging.

Der Zusammenhang von Theorie und Praxis wurde so eng wie möglich gestaltet und bot mit den unterschiedlichen beruflichen Wirkungskreisen der deutschlandweit angereisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine für einen gegenseitigen Austausch und Erfahrungstransfer hervorragend geeignete Plattform. Ziel der ersten Blockeinheit war es, Kenntnisse und Fähigkeiten des Fördermittelmanagements zu vermitteln und dessen Umsetzung in die Praxis zu trainieren.

So umfasste das Themenspektrum u.a. einen Überblick über den Fördermittelmarkt, eine effektive Fördermittelrecherche, die Fördermittelantragstellung, das Fundraising in Beziehung zur Organisationsentwicklung und die eigene Rolle sowie die Erstellung und der Aufbau eines Fördermittelverzeichnisses. Gegen Ende des ersten Präsenzblockes gab es ein Briefing für die anstehende Hausarbeit zum Thema: „Welche Fördertöpfe kommen für meine Organisation in Frage?“

Die Teilnehmenden belegen zudem den fünften Kurs „Referent*in Fördermittelmanagement“ an der Fundraising Akademie gGmbH mit Sitz in Frankfurt am Main. Sie ist Deutschlands ältester und größter Anbieter von Fundraising-Seminaren. Seit ihrer Gründung vor mehr als 20 Jahren hat sich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit sowohl mit den evangelischen Landeskirchen als auch mit den katholischen Bistümern etabliert. 

Mit dem Herbstkurs 2024 „Referent*in Fördermittelmanagement“ kooperiert die sächsische Landeskirche erstmals mit der Fundraising Akademie. Anliegen und Ziel dieser Kooperation ist es, die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Arbeitsfeld Fördermittel zu befähigen und damit einen kleinen Beitrag zum Kompetenzaufbau in der Landeskirche zu leisten.

Insbesondere für Fortgeschrittene und Organisationen, die das volle Potenzial im Bereich Fördermittel ausschöpfen möchten, bietet der zertifizierte Kompaktkurs den Teilnehmenden über den fachlichen Inhalt hinaus die großartige Möglichkeit, sich mit Expertinnen und Experten einzelner Teilgebiete und Organisationsvertreterinnen und -vertretern zu vernetzen.

Die ersten drei Teilnehmenden der sächsischen Landeskirche wurden von Werken und Einrichtungen sowie von einem Kirchenbezirk zur Qualifizierung entsendet. Nun haben diese bis zum zweiten Dreitagesblock im November 2024 Gelegenheit, das Gelernte in der Praxis anzuwenden – und das, wie die bereits erfolgten Rückmeldungen des ersten Blocks ergaben – mit vielen neuen (Er-)Kenntnissen und positiven Impulsen.

Mehr über die Fortbildung "Referent*in Fördermittelmanagement (FA)" können Interessierte im Interview mit dem Studienleiter Matthias Marx erfahren. Verwiesen wird auf den Newsletter-Artikel der Fundraising Akademie: "NGO: Dialog" unter dem Titel „Ohne einen guten Input wird es keinen guten Output geben.“ [INTERVIEW]

Auf die Frage, ob sich Weiterbildungen zum Thema Fördermittelmanagement lohnen, antwortet Matthias Marx klar: „Ja, in jedem Fall. Neben der durch nichts zu ersetzenden Praxis, den positiven wie negativen Erfahrungen, die man selbst im Rahmen von Antragstellungen sammeln wird, bilden gute Bücher, gute Seminare und Lehrgänge eine wertvolle Basis. Vom reinen „learning by doing“ halte ich wenig. Ich meine, es ist die Kombination aus Theorie und Praxis, die auch in diesem Bereich zum Erfolg führt.“

Auch diesen gesammelten Erfahrungsschatz gibt der Studienleiter auf die Frage, worauf bei einem Fördermittelantrag zwingend zu achten sei, gerne weiter: Er habe „mitunter den Eindruck, dass sich Organisationen eigener Stärken nicht bewusst oder es nicht gewohnt seien, diese nach außen sichtbar zu machen. Da sich die Organisationen aber im Wettbewerb mit anderen um limitierte Förderbudgets befinden, gelte es die eigenen Kompetenzen, Erfahrungen, Fähigkeiten „ins Schaufenster zu stellen“.

„Alles, was die eigene Reputation steigere, was auf Seiten der Förderinstitution zur Annahme führe, „unser Geld ist bei denen gut investiert“, „das sind verlässliche Projektpartner“ solle vorgetragen werden“, so Marx.  Zudem könne ein Alleinstellungsmerkmal einer antragstellenden Organisation auch sein, kenntlich zu machen, dass man sich mit der Wirkung und Nachhaltigkeit des in einem Fördermittelantrag präsentierten Projekts fachlich kompetent und hinreichend auseinandergesetzt habe.

Dieses und anderes praktisch vermittelte Fachwissen und Handwerkszeug der Fortbildung soll die Mitarbeitenden auch aus der sächsischen Landeskirche dazu befähigen, diese Erkenntnisse in ihrer alltäglichen hauptamtlichen Arbeit einzusetzen, um damit bestmöglich an Fördermitteln partizipieren zu können.   

Evangelische Tagungsstätte Hofgeismar (EKKW)

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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