Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

Bereich

Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

Bereich

  

Förderphase für “Kirchturmdenken 2.0”


16 Juli 2022

DRESDEN / BERLIN – Es ist Sommer und auch nach Sachsen kommen in diesem Jahr glücklicherweise wieder viele Menschen, die hier Urlaub machen wollen. Kirchen bieten ihnen einen ruhigen Ort zum Innehalten, einen kühlen Raum bei großer Hitze und mit ihrer Architektur und Geschichte viel zum Anschauen, Lernen und Genießen. Wie viel die Besucherinnen und Besucher aus der Kirche „mitnehmen“, hängt davon ab, wie Kirchgemeinden die Geschichte ihrer Kirchen präsentieren. Das Soforthilfeprogramm „Kirchturmdenken 2.0“ möchte genau hier unterstützen! Es bietet Kirchgemeinden, die ihre Kirchengeschichte für Besucherinnen und Besucher gebündelt und anschaulich aufbereiten wollen, eine finanzielle Förderung an. Gemeint sind Maßnahmen, die auf die die Besucherinnen und Besucher der entsprechenden Kirchen zugeschnitten sind. Das können ein- oder mehrsprachige Broschüren, Apps, ein Audioguide, Podcast, Videos oder eine Website sein. Die Antragsstellung kann ab sofort und bis zum 31. Dezember 2022 für das laufende Jahr online erfolgen. Die geförderten Maßnahmen können mit Abschluss des Zuwendungsvertrags beginnen und müssen spätestens am 31.12.2022 beendet sein.

Ziel des Förderprogramms ist es Sakralbauten und Klosternanlagen als individuelle, lokale oder regionale Erinnerungsorte und als Orte der Teilhabe am regionalen und überregionalen kulturellen Erbe zu stärken. Kulturdenkmale sollen bewahrt werden, ebenso sollen sie als Orte einer lebendigen Kulturvermittlung und kulturellen Bildung sowie als Orte bürgerschaftlicher Teilhabe, Mitgestaltung und sozialer Begegnung etabliert werden.

Die Höhe der Förderung beträgt maximal 75 Prozent bzw. maximal 25.000 Euro je Projekt. Hierbei ist ein Eigenanteil der Antragstellenden in Höhe von 25 Prozent der förderfähigen Ausgaben der Maßnahme aufzubringen. Dieser kann durch Eigen- oder Drittmittel finanziert werden. Die Mindestförderhöhe je Antrag beträgt 3.000 Euro.

Alle Informationen zum Kirchturmdenken.

Im Jahr 2021 wurden mit Erstauflage des Programms bundesweit 78 Maßnahmen gefördert, darunter auch sechs Projekte aus der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens.

Nähere Informationen zu den sechs geförderten Projekten aus der Ev.. Luth. Landeskirche Sachsens lassen sich in dieser Meldung nachlesen.

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

Teilen Sie diese Seite