Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Fördermittelbescheid für Plauener Markuskirche


05 Dez. 2024

Finanzspritze für den Erhalt eines Plauener Wahrzeichens

PLAUEN – Mit Mitteln aus der Förderung von Bund und Land sowie durch eigene Mittel der Kirchgemeinde in Plauen-Haselbrunn kann die dringend erforderliche Sanierung der dortigen Markuskirche beginnen. Eingesetzt hatten sich neben den rührigen Vertreterinnen und Vertretern der Kirchgemeinde, Politiker der Vogtlandregion, der Stadt Plauen und des Freistaates. Zur Unterstützung trugen sicherlich auch das Engagement der Gemeinde bei, mit sozialen Projekten für Flüchtlinge und Jugendliche im dortigen Quartier präsent zu sein.

Das imposante Kirchgebäude selbst prägt seit seiner Errichtung um die Jahrhundertwende das Stadtbild und spiegelt den damaligen Aufschwung Plauens wider. Damit das auch zukünftig so bleibt, gab es Anfang Dezember einen Fördermittelbescheid in Höhe von rund 737.000 Euro. Die Gelder kommen hälftig aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm XIII des Bundes und dem Sonderprogramm Denkmalpflege des Freistaates.

Die Förderung ermöglicht die Sanierung des Dachs und der Nordfassade, die Erneuerung des Blitzschutzes sowie für die Restaurierung der historischen Bleiglasfenster und Holzfenster. Auch die markanten Betonwerksteinelemente, die Uhr und die Schallläden werden in den kommenden Monaten denkmalgerecht instandgesetzt. Die Arbeiten können bereits mit Jahresbeginn 2025 beginnen.

Staatsminister Thomas Schmidt: „Mit der Förderung für die Sanierung der Markuskirche bewahren wir nicht nur ein beeindruckendes architektonisches Denkmal, sondern auch ein Stück regionale Geschichte und Identität Plauens. Diesen Wert haben Stadt, Land und Bund gleichermaßen erkannt – durch unseren gemeinsamen Einsatz können wir das einzigartige Denkmal im Plauener Norden schützen und pflegen.“

Pfarrer Andreas Vödisch: "Ich bin unserer Regierung auf Landes- und Bundesebene von Herzen dankbar, dass sie unser Vorhaben der Sanierung der Markuskirche mit Fördermitteln in hohem Maße unterstützt. Für unseren Stadtteil Haselbrunn ist dies auch ein Zeichen, dass die Menschen gesehen und wahrgenommen werden, da unsere Markuskirche Platz und Angebote für viele Menschen vor Ort bietet. Politische Entscheidungen werden erkennbar als bürgernah und laden hoffentlich zum gesellschaftlichen Mitgestalten ein, weil es sich lohnt."

Hintergrund:

Der Bund stellt 2024 rund 47,5 Millionen Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm DS XIII zum Erhalt kulturell bedeutsamer Denkmale in ganz Deutschland zur Verfügung, darunter knapp 4,1 Millionen Euro für Denkmale in Sachsen. Der Freistaat kofinanziert die Bundesförderung mit Landesmitteln in Höhe von 3,5 Millionen Euro.

Damit werden Sanierungsarbeiten an 11 bedeutsamen Denkmalen im Freistaat Sachsen möglich. Unter ihnen sind neben der Markuskirche in Plauen auch Schlösser, Rittergüter und Kirchen, wie der Herrnhuter Kirchensaal oder auch die Gleisanlagen des Bahnbetriebswerks in Chemnitz-Hilbersdorf, als besonderes Denkmal der Industriegeschichte.

•   Evangelisch-Lutherische Markus-Paulus-Kirchgemeinde Plauen    

Markuskirche in Plauen-Haselbrunn

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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