Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

Bereich

Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

Bereich

  

Festveranstaltung – 10 Jahre Schulstiftung


25 Apr. 2018

Wertvolle Orientierung auf der Basis des Glaubens

DRESDEN - Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Schulstiftung der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens am 21. April, waren Vertreter von Schulleitungen und Schulträgern evangelischer Schulen in Sachsen sowie weitere Gäste zu einer Festveranstaltung ins Haus der Dreikönigskirche eingeladen.

Zum Auftakt wurde ein feierlicher Gottesdienst mit Landesbischof Dr. Carsten Rentzing und Oberlandeskirchenrat Burkart Pilz gehalten. Herr Pilz hielt in einer Ansprache Rückschau auf die Gründung der Schulstiftung und dankte dem Stiftungsteam für das Wirken in den letzten 10 Jahren. In seiner Predigt bezog sich der Landesbischof auf das Bild des Senfkorns, das zu einer großen Pflanze wachse (Mk. 4, 31 + 32), und verglich dies mit dem Wachsen der Schulstiftung und der evangelischen Schulen als Orte in deren Schutz und Schatten „sich Gottes Reich in unserer Gegenwart verwirklicht“.

Im Anschluss an den Gottesdienst sprach der Sächsische Staatsminister für Kultus, Christian Piwarz, ein Grußwort an die Festgemeinschaft. Er betonte, dass die 72 freien, evangelischen Schulen in Sachsen mit ihren verschiedenen pädagogischen Ansätzen ein fester Bestandteil der sächsischen Bildungslandschaft seien. Piwarz würdigte zudem das Engagement der Schulstiftung als „verlässliches Unterstützungssystem der freien Schulen“. Gleichzeitig hob er die gemeinsamen Herausforderungen angesichts des aktuellen Lehrerbedarfs hervor. Aktuelle politische Entscheidungen, wie die der Verbeamtung, dürften nicht zu Lasten der freien Schulen gehen. Im Sinne des gemeinsamen Ziels, gute Bildung für alle Schüler in Sachsen zu ermöglichen, lud er ein, miteinander im Gespräch und Austausch zu bleiben.

In einem zweiten Grußwort erinnerte Bettina Westfeld, Vizepräsidentin der Landessynode, an die Gründung der Schulstiftung der Ev.-Luth. Landeskirche vor 10 Jahren und dankte allen Eltern, Lehrern und Mitarbeitern evangelischer Schulen für ihre Beharrlichkeit in den herausfordernden Jahren der Schulgründungen und für das beständige Suchen nach neuen Wegen der Bildung.

Frau Dr. Annerose Fromke, Geschäftsführerin der Schulstiftung in der EKD, betonte in ihrem Grußwort ihre Verbundenheit mit dem Team der sächsischen Schulstiftung. Sie stellte heraus, dass es in keinem anderen Bundesland evangelische Schulen in dieser Anzahl und Vielfalt gebe, und würdigte die Arbeit der Schulstiftung, die, vergleichbar mit der Schulstiftung in der EKD, auf Qualität und Vertrauen basiere.

Am Nachmittag setzte sich das Festprogramm mit einem Impulsvortrag von Prof. Dr. Klaus Zierer, Ordinarius für Schulpädagogik an der Universität Augsburg, zum Thema „Bildung neu denken – Grundlinien eines zeitgemäßen Bildungskonzepts für evangelische Schulen“ fort. Dr. Zierer appellierte an die Bildungsverantwortung von Schulen. Angesichts gegenwärtiger nationaler und globaler Herausforderungen „in einer Welt, die aus den Fugen zu geraten droht“, stellte er die positive Beziehung zwischen Lehrperson und Schüler ins Zentrum erfolgreichen Bildungshandelns.

In Anlehnung an die Thesen des Vortrags lud die Moderatorin Mira Körlin Prof. Dr. Zierer, Prof. Dr. Christian Schwarke von der Universität Dresden, Thomas Colditz (MdL), OLKR Burkart Pilz und Sabine Ulrich, Schulleiterin des Evangelischen Schulzentrums Leipzig, zu einem Podiumsgespräch ein. Zentrale Themen waren dabei die „Dauerkrise“ der Religion insbesondere in den ostdeutschen Bundesländern und die Bedeutung der evangelischen Schulen, die sich im Vergleich zu öffentlichen Schulen durch qualitativ andere Herangehensweisen auszeichneten und den Schülerinnen und Schülern wertvolle Orientierung auf Basis des Evangeliums und des Glaubens böten.

Musikalisch wurde das Festprogramm durch die Geschwister Flora Henrike und Jonathan Herz, beide Schüler des Evangelischen Kreuzgymnasiums in Dresden, mit Cello und Akkordeon begleitet.
Die Schulstiftung dankt allen Gästen und Vertretern aus den Schulen, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben. Die gesammelten Kollekte von 441,06 Euro soll die Arbeit des Gustav-Adolf-Werkes zur Förderung von Schulen in Syrien unterstützen helfen.

Evangelische Schulen in Sachsen

Gastgeber und Gäste beim Festtag
(v.l.n.r.) OLKR Burkart Pilz, Landesbischof Dr. Rentzing, Staatsminister Piwarz, Thomas Colditz (MdL)

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

Teilen Sie diese Seite