Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Festgottesdienst bei Reformationswetter in Wittenberg


28 Mai 2017

120.000 Menschen zu den Festwiesen vor den Toren Wittenbergs unterwegs

WITTENBERG - Nach einer Nacht der Lichter am Sonnabend und einer Sonnenaufgangsandacht am Sonntagmorgen in Wittenberg kamen aus verschiedenen Richtungen, insbesondere vom Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin, aus Leipzig und vielen anderen Orten 120.000 Christen auf die Elbwiesen vor die Tore Wittenbergs zum großen Festgottesdienst zusammen.
 Häufig wurde der Weg nach Wittenberg unterschätzt, so dass viele der 120.000 Besucher erst kurz nach Beginn des Gottesdienstes ankamen.

Die Bundeswehr hatte über die Elbe eine Pontonbrücke errichtet, die heute um 6:00 Uhr zur Entlastung der Zugänge aus der Stadt zum Festgelände eröffnet wurde. Die Hälfte der Wittenberg-Besucher kam wie erwartet mit der Bahn, die anderen mit 500 Bussen, Privat-PKW und mehr als erwartet aus Wittenberg selbst und der Region mit Fahrrädern.
Die Witterungsverhältnisse ließen keinen frieren oder ließen ihn im Regen stehen. Strahlender Sonnenschein sowie die blitzenden Posaunenklänge von 6.000 Bläsern auf der Bühne begrüßten die Gottesdienstbesucher.

Den Festgottesdienst unter dem Motto „Von Angesicht zu Angesicht“, der live vom MDR über DAS ERSTE bundesweit ab 12:00 Uhr übertragen wurde, leiteten Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm (München), Landesbischöfin Ilse Junkermann (Magdeburg) und Bischof Dr. Markus Dröge (Berlin). Das Wort des Kirchentages sprach die Kirchentagspräsidentin Prof. Dr. Christina Aus der Au. Die Predigt hielt der südafrikanische Erzbischof Thabo Makgoba (Kapstadt).  

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat beim Grußwort die Christen zu noch mehr Gemeinschaft ermutigt. „Es hat sich gelohnt, den Festgottesdienst in Wittenberg zu feiern“, sagte die Botschafterin für das Reformationsjubiläum Margot Käßmann, „auch wenn es organisatorisch ein riesen Aufwand war.“

Den Festgottesdienst unter dem Motto „Von Angesicht zu Angesicht“, der live vom MDR über DAS ERSTE bundesweit ab 12:00 Uhr übertragen wurde, leiteten Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm (München), Landesbischöfin Ilse Junkermann (Magdeburg) und Bischof Dr. Markus Dröge (Berlin). Das Wort des Kirchentages sprach die Kirchentagspräsidentin Prof. Dr. Christina Aus der Au. Die Predigt hielt der südafrikanische Erzbischof Thabo Makgoba (Kapstadt).  

„Diese große Versammlung zu erleben, war eindrucksvoll“, so der Geschäftsführer des Vereins Reformationsjubiläum 2017 Hartwig Bodmann. „Alle sind gekommen, obwohl sie einen weiten Fußweg zu den Elbwiesen bei heißen Temperaturen auf sich genommen haben. Hoffentlich hat es sich für alle gelohnt.“ Der Festgottesdienst auf den Elbwiesen im Süden von Lutherstadt Wittenberg war damit ein fulminanter Höhepunkt im Reformationssommer.

Gerhard Robbers, Vorsitzender des Leitungskreises Reformationsjubiläum, betonte, dass nicht nach Zahlen geschaut wurde, sondern nach der Symbolkraft. Das 500-jährige Reformationsjubiläum unterscheide sich von den vergangenen Jubiläen.Es sei international und ökumenisch. Von Wittenberg aus schauten heute alle in die Welt und auf die Ökumene. Von Wittenberg aus wurde die Reformation in die Welt getragen. Um diese Wirkung gehe es beim Festgottesdienst – dem Abschlussgottesdienst der Kirchentage auf dem Weg und des 36. Deutschen Evangelischen Kirchentages. Konzertbevollmächtigter der Deutschen Bahn Alexander Kaczmarek betonte, dass der Einsatz der Shuttle-Züge nach Wittenberg „wie am Schnürchen geklappt habe“. Jeder Fahrgast hätte ein angenehmes Fahrgefühl gehabt, es hätte keine überfüllten Züge gegeben. Die Hälfte der Teilnehmenden des Festwochenendes sei auf den Schienen nach Wittenberg gefahren.

Auch Ministerpräsident Reiner Haseloff und Oberbürgermeister Torsten Zugehör, Lutherstadt Wittenberg, betonten, sie seien froh und dankbar, dass alles so erfolgreich verlaufen sei.

Mehr zum Festgottesdienst über evangelisch.de
ERF Medien zum Festgottesdienst in Wittenberg
 

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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