Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Fast zwei Millionen Euro für Brot für die Welt aus Sachsen
01 Sept. 2020
Hilfswerk legt Jahresbilanz für 2019 vor
SACHSEN - Das Hilfswerk legt die Jahresbilanz für 2019 vor. Laut dieser haben Kirchgemeinden und Privatspender*innen aus Sachsen Brot für die Welt im vergangenen Jahr wieder großzügig unterstützt. Vom Gebiet der Ev.- Luth. Landeskirche Sachsens gingen 1,974 Millionen Euro an Kirchgemeinde-Kollekten und Privatspenden auf dem Konto des evangelischen Hilfswerks ein. Damit setzte sich der Trend steigender Spendeneinnahmen der vergangenen Jahre fort. 2018 lag der Erlös bei 1,908 Millionen, 2017 bei 1,879 Millionen Euro.
Zu Beginn der Adventszeit 2019 startete Brot für die Welt seine aktuelle 61. Spendenaktion. Sie steht nach 2018 zum zweiten Mal unter dem Titel „Hunger nach Gerechtigkeit“. Die Diakonie Sachsen dankt allen Spenderinnen und Spendern, ohne deren Vertrauen die weltweite Projektarbeit von Brot für die Welt nicht denkbar ist.
„Spenden sind ein Zeichen, dass Menschen nicht alleine gelassen werden. In den Projekten erhalten sie Hilfe zur Selbsthilfe und damit neue Chancen, ihre Lebenssituation dauerhaft zu verbessern. Hunger, Klimawandel, Ausgrenzung, Gewalt und Flucht bleiben aber weiterhin große Themen der Entwicklungszusammenarbeit. Hinzu kommen die neuen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie, deren Folgen viele Krisen und den Hunger verschärfen werden. Brot für die Welt ist auch weiterhin dringend auf Unterstützung durch Spenden angewiesen", weiß Marius Zippe, Diakonie-Referent.
Bundesweit haben Spenderinnen und Spender die Arbeit des Hilfswerks 2019 mit mehr als 64,4 Millionen Euro unterstützt. Das ist ein Plus von 0,8 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr (63,6 Millionen). Neu bewilligt wurden im vergangenen Jahr 693 Projekte, davon mit 242 die meisten in Afrika. Im Zentrum stehen langfristige Maßnahmen, unter anderem zur Bekämpfung von Hunger und Mangelernährung, dem Zugang zu Trinkwasser oder die Achtung der Menschenrechte. Viele laufende und künftige Projekte wurden wegen der Corona-Pandemie verstärkt auf Gesundheits- und Präventionsmaßnahmen ausgerichtet.
Neben Spenden und Kollekten erhielt Brot für die Welt 2019 Mittel des Kirchlichen Entwicklungsdienstes und Beiträge Dritter, vor allem aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Insgesamt lag der Etat bei 312,6 Millionen Euro, das waren gut fünf Millionen Euro mehr als 2018 (307,3 Millionen).
Die Gesamtausgaben für Projekte betrugen 281,8 Millionen Euro (91,6 Prozent der Mittel). Für Werbe- und Verwaltungsaufgaben wurden 8,4 Prozent eingesetzt. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) bewertet den Anteil der Werbe- und Verwaltungsausgaben an den Gesamtausgaben als niedrig.
Brot für die Welt wurde 1959 gegründet. Aktuell fördert das Hilfswerk der evangelischen Landes- und Freikirchen gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen rund 1.800 Projekte in mehr als 90 Ländern.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.