Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Fachtag zu Gemeindearbeit mit Migranten
14 Jan. 2017
Hilfe im Alltag beim Zusammenleben von Christen unterschiedlicher Herkunft
CHEMNITZ – Mit Vorträgen und Workshops greift ein Fachtag in Chemnitz am 16. Januar die anstehenden Herausforderungen im Zusammenhang mit der Integration von Migranten in das kirchgemeindliche Leben auf. Während es beim Eintreffen geflüchteter Menschen zunächst um praktische Hilfe ging, stehen seit einiger Zeit zunehmend Fragen zu Taufbegehren, Asylverfahren, Glaubenskursen und interreligiösen Begegnungen im Vordergrund.
Da Kirchgemeinden nur teilweise auf entsprechende Erfahrungen verweisen können, sind haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende, Mitarbeitende aus der kirchlichen Flüchtlingsarbeit und Interessierte zu diesem fachlichen Austausch eingeladen. Die Resonanz auf das Treffen ist hoch. Die Tagung ist mit 87 Teilnehmenden ausgebucht.
Am Tagungsort im 'Ev. Freizeitheim Röhrsdorfer Park' (Rehgartenweg 1) führen vier Vorträge in rechtliche und religiöse Fragestellungen ein. So werden Thomas Ewald, Referent in der Außenstelle Chemnitz des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), die Bedeutung von Taufe und Konversion für Asylverfahren erläutern und der landeskirchliche Beauftragte für Weltanschauungs- und Sektenfragen, Dr. Harald Lamprecht, über die Vielzahl von Religionen in den Herkunftsländern informieren, während Pfarrer Stephan Brenner aus Chemnitz auf die Herausforderung für die christliche Glaubensprägung und eigene Sprachfähigkeit verweist.
Nachmittags schließen sich Workshops an, die in Gesprächsgruppen die Themenbereiche der Vorträge vertiefen, einen Erfahrungsaustausch ermöglichen und damit praktische Beispiele in einen breiteren Kontext stellen. Den Workshops sind jeweils Impulse u.a. von Rechtsanwältin Dr. Kati Lang (Dresden), Dr. Harald Lamprecht, Superintendent i.R. Wolfgang Müller (Kamenz) und Pfarrer Jens Buschbeck (Zwickau) vorangestellt.
An der Vorbereitung und Durchführung des Fachtages sind auch der landeskirchliche Ausländerbeauftragte Albrecht Engelmann und Kirchenrat Dr. Martin Teubner aktiv beteiligt. Ziel des Fachtages ist es, Kirchgemeinden Hilfestellung zu geben, wie der Alltag des Zusammenlebens von Christen unterschiedlicher Herkunft in den Gemeindehäusern und Kirchen gestaltet werden kann.
Flüchtlingshilfe der Landeskirche
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.