Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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FACHTAG ÖKUMENE 2024


15 Feb. 2024

Schritte nach der 13. Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes

LEIPZIG - Im September 2023 fand die 13. Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes (LWB) in Krakau statt. Die vielfältigen Krisen unserer Zeit und die Zerrissenheit der Menschheitsfamilie wurden deutlich durch den Ort – die Nähe zum Krieg in der Ukraine, der Besuch des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau – und durch die vielfältigen Stimmen derer, die gekommen waren. Sie gaben Zeugnis von der Klimakrise, von Flüchtlingsschicksalen, von Ausgrenzung und Diskriminierung – und von der Suche nach einer glaubwürdigen Verkündigung des Evangeliums in unterschiedlichen Kontexten.

Unter dem Eindruck der Themenfülle dieser Vollversammlung und der daraus entstandenen Erwartungen an die Weiterarbeit, luden die Evangelische Kirche Mitteldeutschlands und die Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens zu einer ökumenischen Fachtagung nach Leipzig ein. Beim ‚Fachtag Ökumene 2024‘ sollten die Delegierten der beiden mitteldeutschen Kirchen Gelegenheit bekommen, ihre Erfahrungen von der Vollversammlung auszutauschen und Anregungen zu geben für das Leben der hiesigen Kirchen.

Genau darauf zielt die Fragestellung, die sich aus der Botschaft der Vollversammlung in Krakau ergab, inwieweit die Kirchen angesichts der Krisen in der polarisierten und zerrissenen Welt ein schlüssiges, glaubhaftes und vereintes Zeugnis abzulegen, in der Lage sind. So richtete sich die Einladung zum Fachtag an die Ökumene-Beauftragten sowie Haupt- und Ehrenamtliche, die ökumenisch interessiert und als Multiplikatoren innerhalb ihrer Bezüge tätig sind.

Der Fachtag Ökumene 2024 in Leipzig am 26. Januar war eine Kooperation der Landeskirchen EKM und EVLKS sowie des Leipziger Missionswerks (LMW) und der Arbeitsstelle Eine Welt. Ihm schloss sich ein Partnerschaftsseminar unter dem Titel „Zwischen Alltag und Begegnung – Was tue ich in unserer Partnerschafts-(gruppe)? an.

Bericht zum Fachtag Ökumene: Glaubhaft Zeugnis ablegen in der Kirche und der Welt

Fachtag Ökumene im Gemeindesaal Propsteikirche Leipzig
(l.) Landesbischof Friedrich Kramer (EKM) und Oberlandeskirchenrat Dr. Thilo Daniel (EVLKS)
Synodalpräsidentin Bettina Westfeld (r.) spricht auch als Ratsmitglied des LWB zu den Teilnehmenden über den Verlauf der Vollversammlung

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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