Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Evangelisches Gütesiegel Familienorientierung


12 Juni 2019

 

Mit Familienorientierung in Kirche und Diakonie in Führung gehen

DRESDEN | LÖBAU – Nach Abschluss der Auditierung zum Evangelischen Gütesiegels Familienorientierung liegt jetzt der Bericht für den Kirchenbezirk Löbau-Zittau vor. Der Kirchenbezirk beteiligte sich erfolgreich an der bundesweiten Initiative „Evangelisches Gütesiegel Familienorientierung“ von Diakonie Deutschland und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Kooperation mit der Führungsakademie für Kirche und Diakonie (fakd) als Pilotprojekt.

Bundesweit  beteiligten sich elf weitere kirchliche und diakonische Einrichtungen an der Pilotphase.

Ziel des Gütesiegels ist es u.a., eine bessere  Vereinbarkeit von Familie und Beruf  zu erreichen, sowie dem Fachkräftemangel, z.B. im ländlichen Raum, entgegenzuwirken. Dazu dienen gute Rahmenbedingungen, die auch der Öffentlichkeit durch die Zertifizierung deutlich gemacht werden sollten. Sieben Maßnahmen zur Unterstützung der Familienorientierung in den Arbeitsteams, die bereits vorhanden sind und weitere sieben Maßnahmen, für die es einen verbindlichen Zeitplan gibt, wurden in gemeinsamen Beratungen vorgeschlagen.

Vorher gab es eine Mitarbeitendenbefragung, um von den unterschiedlichen Berufsgruppen Bedürfnisse und Möglichkeiten zur Verbesserung der Familienorientierung in kirchlichen Arbeitsverhältnissen zu erfahren. Unter anderem wird es jährlich einen Fachtag zum Thema Familie geben. In diesem Jahr war Prof. Dr. Franz Segbers zum Thema „Protestantische Arbeitsethik“ eingeladen.

Der Kirchenbezirksvorstand (Löbau-Zittau) hatte als Projektleiterin Superintendentin Antje Pech (Löbau) bestimmt. Zum Projektteam gehören weiterhin Pfarrer Friedemann Bublitz und Pfarrer Martin Wappler an. In der Steuerungsgruppe arbeiten KMD Christian Kühne, Bezirkskatechet Tobias Richter und die Verwaltungsmitarbeiterin Angelika Strauß mit. Beratend hinzugezogen wurde die Gleichstellungsbeauftragte der sächsischen Landeskirche, Kathrin Wallrabe, (Projektgruppe der EKD) und Franziska Woellert( Projektleitung fakd), sowie die Mitarbeitervertretung des Kirchenbezirkes.

Die Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens unterstützt auch die Implementierungsphase des Evangelischen Gütesiegels im Zeitraum von  2019 bis 2022. Noch unter den geförderten Bedingungen können sich drei weitere kirchliche Einrichtungen unter dem Dach der Landeskirche mit dem Motto „Familienorientierung groß machen!“ für die Zertifizierung mit dem Evangelischen Gütesiegel bewerben.

Die feierliche Verleihzeremonie des Evangelischen Gütesiegels Familienorientierung findet am 19. September 2019 in Berlin unter Mitwirkung von Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey, dem EKD-Ratsvorsitzenden Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm und der Diakonie-Vorständin Maria Loheide statt, bei der die ersten Zertifikatsträger mit dem Gütesiegel gewürdigt werden. Ein Fachtag unter der Überschrift „Mit Familienorientierung in Kirche und Diakonie in Führung gehen“ rundet die Veranstaltung ab.

Evangelisches Gütesiegel Familienorientierung

Team mit Auditoren nach Abschluss der Auditierung in Löbau mit Superintendentin Antje Pech (l.)
Superintendentin Antje Pech (l.) im Gespräch mit Auditorin Gabriele Oehme

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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