Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Evangelische Kirchengemeinschaft berät in Basel


18 Sept. 2018

Delegierte aus über 30 Ländern Europas zusammengekommen

BASEL - «Befreit – verbunden – engagiert»: Unter diesem Leitspruch treffen sich vom 13.-18. September Delegierte der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa GEKE in Basel zur achten Vollversammlung. Im Namen des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes und in Verbundenheit mit der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt, hieß deren Ratspräsident Gottfried Locher die Vertreter  der GEKE willkommen.

Das vergangene Jahr stand in ganz Europa unter dem Eindruck des Reformationsjubiläums. In der Schweiz geht das Jubiläum bereits in die nächste Runde, denn 2019 feiert die Stadt Zürich ihren eigenen reformatorischen Aufbruch. Aber auch Basel spielt in der schweizerischen Reformationsgeschichte eine wichtige Rolle: Brennpunkt des Humanismus, Druckerei-Hochburg und Drehscheibe des reformatorischen Gedankenaustausches.

Basel zählt zu den besonders weltoffenen und innovationsfreudigen Städten der Reformationszeit. Hier fanden Menschen, die um ihre Glaubens willen verfolgt wurden, Zuflucht, auch der Genfer Reformator Johannes Calvin.

Und noch immer steht Basel für große reformatorische Aufbrüche: 1973 unterzeichneten Kirchen aus ganz Europa auf dem Leuenberg vor der Stadt eine bahnbrechende Erklärung gesamtprotestantischer Kirchengemeinschaft, die Leuenberger Konkordie. Bald wird das 50-jährige Jubiläum gefeiert. Die Basler Vollversammlung bildet einen ersten Auftakt dazu.

In Basel sind Delegierte aus über 30 Ländern Europas zusammengekommen. Darunter auch Oberkirchenrat Karl-Ludwig Ihmels aus Dresden, der wie andere auch, mit großen Erwartungen nach Basel fuhr.

Neues Präsidium für die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa

Der von der GEKE-Vollversammlung in Basel neu gewählte Rat wählte in seiner konstituierenden Sitzung am 17. September 2018 ein neues Präsidium und begrüßte den neuen Generalsekretär. Das dreiköpfige Präsidium besteht aus Miriam Rose, John Bradbury und Gottfried Locher. Zum Geschäftsführenden Präsidenten wurde Gottfried Locher bestellt.

„Schweizertag“ am 16. September während der Vollversammlung der GEKE

„Wer Christus folgen will, der kann keinen ungerechten Frieden akzeptieren“, so GEKE- und Kirchenbundspräsident Gottfried Locher während seiner Predigt zum „Schweizertag“ im Festgottesdienst im Basler Münster. „Keine Festung, die die Welt der Reichen vor der Welt der Armen schützt.

Der Schweizertag am 16. September fand unter dem Motto „Verbunden in Christus – engagiert in Europa“ statt. Zum Gottesdienst mit Jodelliturgie im Basler Münster sprach Bundesrat Ignazio Cassis eine Grussbotschaft. Ausserdem unterzeichneten Gottfried Locher und Kurienkardinal Kurt Koch eine Absichtserklärung zu einem offiziellen Dialog zwischen dem Vatikan und der GEKE. Damit lässt sich der Vatikan zum ersten Mal auf einen Dialog auf kontinentaler Ebene ein. Am Nachmittag fanden verschiedene thematische Begegnungen statt.

Politische Lösung für Syrien gefordert

Einen Appell zur Hilfe für die notleidende Bevölkerung im Nahen Osten hat Rosangela Jarjour am 15. September an die rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 8. GEKE-Vollversammlung gerichtet. Die Generalsekretärin der Fellowship of Middle East Evangelical Churches (FMEEC) bezeichnete die Lage im Irak und in Syrien als katastrophal.

„Wir als Kirchen Christi müssen in diesen zwei Ländern die Stimme für den Frieden erheben, für die sofortige Einstellung sämtlicher Kriegshandlungen und für den Beginn einer politischen Lösung in Syrien“, betonte sie am Sonnabend im Basler Münster. Jarjour forderte die Kirchen der GEKE auf, humanitäre Hilfe für das körperliche, soziale und psychische Wohlergehen des syrischen und irakischen Volkes zu leisten sowie die christlichen Kirchen und Gemeinden vor Ort zu unterstützen.

108. Signatarkirche der Leuenberger Konkordie aufgenommen

Mit der Lettischen Evangelisch-Lutherischen Kirche im Ausland hat die Vollversammlung der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa am ersten Sitzungstag am 14. September die 108. Signatarkirche der Leuenberger Konkordie in ihrer Mitte aufgenommen. Damit erhält die LELCA (Latvia´s Evangelical Lutheran Church Abroad) Sitz und Stimme in der Vollversammlung, als Delegierter ist der frühere Erzbischof Elmars Ernsts Rozitis in Basel anwesend.

Die Kirche ist aus verschiedenen Emigrationswellen nach der Besetzung des Baltikums durch die Sowjetunion hervorgegangen. Sitz der LELCA ist traditionell der Wohnort des amtierenden Erzbischofs oder der amtierenden Erzbischöfin. Dies ist derzeit, nach 21 Jahren in Deutschland, Greendale/Wisconsin (USA), Wohnort von Erzbischöfin Lauma Zusevics. Die LELCA ist in Europa durch Reise- und Missionstätigkeit bzw. hier lebende Repräsentanten gut vernetzt, so etwa in Belgien, Deutschland, Irland, Schweden und UK. 2016 gründete die Kirche eine Propstei in Lettland, der mehrere Gemeinden angehören, und ist damit auch wieder in ihrem Mutterland ansässig.

https://cpce-assembly.eu/

Delegierter OKR Karl-Ludwig Ihmels
Die evangelische Jugend stellt sich vor

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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