Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Ev. Schulzentrum unterstützt Spendenaktion Federmappe


08 Juli 2019

Schüler und Eltern übergeben Ranzen und weitere Schulmaterialien

LEIPZIG - „Die Aktion Federmappe ist gelebte Solidarität: Wer seinen Ranzen nicht mehr braucht, weil er einen neuen bekommen hat, unterstützt Familien, die sich einen neuen nicht leisten können.“ So beschreibt Marco Ringeis von der Kirchlichen Erwerbsloseninitiative (KEL) in Leipzig den Hintergrund der Aktion Federmappe. Seit 11 Jahren sammeln die Mitarbeiterinnen der Einrichtung im Sommer gebrauchte Schulmaterialien, um diese dann an bedürftige Familien in Leipzig weiterzugeben.

Dabei kennen die Mitarbeiterinnen die Familien meistens aus dem Beratungsalltag und wissen somit genau, wo die Not am größten ist. Die finanziellen Aufwendungen am Schuljahresanfang bedeuten für diese Familien häufig eine große Herausforderung. Vom Jobcenter gibt es für Familien im ALG-II Bezug 100 Euro Zuschuss im ersten Schulhalbjahr und nochmal 50 Euro im zweiten. Oft reicht dieses Geld aber nicht aus.

Gerade wenn ein Kind eingeschult wird und somit Ranzen, Zuckertüte und reichlich Stifte gekauft werden müssen ist das Budget schnell überschritten. Wenn bei älteren Schülern die Sportschuhe zu klein werden oder der Turnbeutel kaputtgeht, kommen Familien an ihre finanziellen Grenzen. Genau hier setzt die Aktion Federmappe an und unterstützt Familien mit den zuvor eingesammelten Sachspenden.

In diesem Jahr kooperiert die KEL erstmals mit dem Evangelischen Schulzentrum in Leipzig. Im Mai spendete das Schulzentrum bereits Fundsachen, die seit langer Zeit nicht abgeholt wurden. Und in der letzten Woche konnten die Schüler und Eltern in der Schule ihre Sachspenden bei Mitarbeiterinnen der KEL abgeben.

Die Resonanz auf den Spendenaufruf war riesig, freut sich Marco Ringeis. „Viele Kinder haben ihren Ranzen für die Spendenaktion abgegeben. Eine Schülerin hatte noch einen persönlichen Brief für die Nachbesitzerin geschrieben und wünscht ihr vor allem viel Spaß in der Schule!“

Die Sachspenden werden in den nächsten Wochen an Leipziger Familien weitergereicht. Familien, die Bedarf an Schulmaterialien haben, können sich noch in der KEL melden. Die Spenden werden in der Kirchlichen Erwerbsloseninitiative Leipzig (Ritterstraße 5), Nähe der Nikolaikirche, montags bis donnerstags von 9:00-15:00 Uhr und freitags von 9:00-12:00 Uhr abgeholt werden.

Weitere Informationen unter www.ke-leipzig.de

Ranzen und weitere Schulmaterialien im Evangelischen Schulzentrum Leipzig gesammelt

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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