Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Europas größtes Lesefest in Leipzig


18 März 2024

Buchvorstellungen und Autorengespräche

LEIPZIG – Im Rahmen der Leipziger Buchmesse vom 21. bis 24. März 2024 findet auch Europas größtes Lesefest statt, an dem sich wieder kirchliche Orte der Stadt beteiligen. Unter dem Motto „Leipzig liest“ ist es auch in Kirchgemeinden, diakonischen Einrichtungen und an anderen Orten Tradition, außerhalb des Messegeländes in neuen Büchern zu schmökern und sich zu Lesungen zu treffen. Hier ist man den Autoren ganz nah und es kommt zu interessanten Gesprächen.

Beginnend nicht in kirchlichen Räumen, aber dafür ebenfalls an renommierter Stelle veranstaltet am Eröffnungstag, 21. März, um 17.15 Uhr in der Universitätsbibliothek (Beethovenstr. 6) die Arbeitsgemeinschaft für Sächsische Kirchengeschichte eine Nachlese zur Ausstellung „BUCH AUF!“ – Führung und Buchpräsentation. Prof. Dr. Thomas Fuchs (Leipzig) referiert über „Reformationsgeschichtliches aus der Annaberger Kirchenbibliothek.

Um 19:00 Uhr liest Pfarrerin i.R. Gerlinde Breithaupt aus Halle/S. im Gemeindehaus St. Laurentiuskirche Leutzsch (William-Zipperer-Str. 149) aus ihrem Buch „Wir teilen den Himmel. Gewagter Sprung von West nach Ost – Liebe in Zeiten des Kalten Krieges“. Die autobiografische Erzählung beginnt im Jahr 1977, als die Autorin Gerlinde Breithaupt, damals Theologiestudentin in Heidelberg, in Erfurt ihren zukünftigen Mann, den Rostocker Theologiestudenten Joachim Breithaupt, kennenlernt. Joachim sah es als seine Berufung, als Pfarrer in der DDR zu bleiben. Nach langem innerem Ringen entschied sich Gerlinde Breithaupt, in die DDR überzusiedeln, um dort in der Kirche zu wirken. Die Lesung wird auch am nächsten Tag um 19:30 Uhr auch im Dietrich-Bonhoeffer-Haus Gohlis (Hans-Oster-Str. 16) angeboten.

Ebenfalls am Donnerstagabend um 19:00 Uhr wird es eine Lesung und Gespräch bei Philippus Leipzig zu Samuel Meffirers Buch „Ich bin ein Sachse – Mein deutsch-deutsches Leben“ geben. Die unglaubliche, aber wahre Geschichte eines Aufstiegs und Falls – und einer schwierigen Wiederauferstehung. Samuel Meffire wuchs als Afrodeutscher in der DDR auf und wurde allen Widrigkeiten zum Trotz der erste Schwarze Polizist Ostdeutschlands.

Deutschland ist in diesem Jahr Gastgeber der Fußball-Europameisterschaft. Ein besonderes Ereignis – auch für den bekannten Münchner Pfarrer Rainer Maria Schießler. Am Freitag, 22. März, wird er um 18:00 Uhr in der Propsteikirche St. Trinitatis (Nonnenmühlgasse 2) sein neues Buch „Im Fußball-Himmel“ – Meine schönsten Geschichten vom Heiligen Rasen, vorstellen. Er erzählt über seine liebsten Erlebnisse rund um das Thema "Fußball" und denkt darüber nach, was für ihn Glaube und Spiel miteinander zu tun haben.

Im Matthäi-Haus (Dittrichring 12) findet um 19:00 Uhr eine Lesung zu Annette Hildebrandt »An des Haffes anderm Strand« statt. Die Lesung wird durch die Autorin (Klavier und Gesang) und ihrem Ehemann, den Theologen Lothar Tautz (Gitarre und Gesang), musikalisch umrahmt. Die Autorin führt zurück in das Ostpreußen zwischen 1900 und 1945. Die Geschichte des Pfarrers Arthur Preuß spielt am Frischen und Kurischen Haff, in Elbing, Masuren, Königsberg, Berlin und Demmin. Ausgerichtet wird diese Veranstaltung von der Evangelischen Verlagsanstalt Leipzig, bei der auch in der edition chrismon der Roman über eine ostpreußische Familiengeschichte von Annette Hildebrandt erschienen ist.

Am Sonnabend, 23. März, ist um 19:00 Uhr im Stadtteilzentrum Westkreuz - Heilandskirche Plagwitz (Weißenfelser Str. 16) Tom Saller mit seinem Buch „Ich bin Anna“ zu Gast. Im Wien des Kriegswinters 1917/18 plant Sigmund Freud sein analytisches Erbe an seine jüngste Tochter weiterzugeben. Doch Anna kämpft ihren eigenen Kampf. – Ein suggestiver Roman von Bestsellerautor und Tiefenpsychologe Tom Saller.

Evangelische Medien und Publizistik auf dem Messegelände

Die Evangelische Verlagsanstalt Leipzig ist mit ihren Publikationen am Gemeinschaftsstand des Evangelischen Medienverbandes in Deutschland (EMVD) und der Vereinigung Evangelischer Verleger und Buchhändler (VEB) auf der Leipziger Buchmesse in Halle 2, Stand K 102 vertreten.

Publikationen der Evangelischen Verlagsanstalt Leipzig auf der Buchmesse

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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