Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Erstes Leipziger Integrationshotel eröffnet


03 Mai 2018

Gesamtkonzept: Beherbergung, Bewirtung und Botschaft

LEIPZIG - Das Berufsbildungswerk Leipzig eröffnete am 3. Mai im Leipziger Westen (Aurelienstraße 54) das erste Integrationshotel der Stadt zum Übernachten, Tagen oder Feiern. Sogenannte Integrationsbetriebe beschäftigen zu mindestens 40 Prozent Mitarbeiter mit Behinderung und schaffen dadurch Arbeitsplätze. „Diese Besonderheit ist uns am wichtigsten“, so Hauptgeschäftsführer Tobias Schmidt.

Denn Besonderheiten gibt es viele. Zum Beispiel, dass das Hotel barrierefrei für Gäste mit Behinderung ist. Zwei der insgesamt 29 Doppelzimmerzimmer sind rollstuhlgerecht, es gibt Lichtsignalanlagen und Hörschleifen für Menschen mit Hörschädigung, Orientierungshilfen für Menschen mit Sehbeeinträchtigung und bodengleiche Duschen. Moderne Ausstattung fügt sich in alte denkmalgeschützte Mauern.

Das mit der angrenzenden Philippuskirche baulich verbundene Integrationshotel liegt nahe der lebendigen Karl-Heine-Straße mit Kneipen, Kunst und Kultur und doch ruhig direkt am Karl-Heine-Kanal umringt von Grün. Der ehemalige Gemeindesaal, der Philippusgarten sowie ein zusätzlicher Seminarraum bieten Möglichkeiten für Tagungen und Feiern. In der immer noch gewidmeten Philippuskirche finden Hochzeiten und Taufen ebenso statt wie regelmäßige christliche, kulturelle und sozialräumliche Angebote.

15 Mitarbeiter der BBW-Tochter Philippus Leipzig gGmbH kümmern sich um den Hotelbetrieb als Hotel garni, die Bewirtung bei Veranstaltungen im Hotel, Catering außer Haus und eine nahegelegenen Cafeteria.

2012 hat das Berufsbildungswerk das Gebäudeensemble der Philippuskirche von der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsen übernommen und 4,5 Millionen Euro inkl. der Förderung von Aktion Mensch in den Umbau investiert. In knapp zwei Jahren Bauzeit ist das Integrationshotel im ehemaligen Pfarrhaus entstanden. Dabei haben auch Fachbereiche des Berufsbildungswerkes, Abteilungen der Werkstatt für behinderte Menschen „Diakonie am Thonberg“ und zwei BBW-Jugendberufshilfeangebote Aufträge am Bau übernommen.

 „In Philippus ist neues Leben ohne Barrieren eingekehrt“, so Schmidt. „Mit unserem Integrationshotel ebenso wie mit den Angeboten in der Philippuskirche.“ Beherbergung, Bewirtung und Botschaft – mit diesem Konzept will das Berufsbildungswerk mehr Inklusion ins Quartier und in die Leipziger Hotel- und Tagungslandschaft bringen.

www.philippus-leipzig.de

Vertreter des Integrationshotels bei der Schlüsselübernahme
(l.) Küchenleiter Henri Riedel, Leiterin des Hotels, Marleen Schweiger, und Pfarrer Dr. Volker Klein

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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