Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Erster Fachtag zum Gemeindebrief


30 Okt. 2024

Austausch und Vernetzung im Landeskirchenamt in Dresden

DRESDEN - Am 26. Oktober 2024 fand im Landeskirchenamt Dresden ein Fachtag zum Thema „Gemeindebrief“ statt. Im Mittelpunkt stand das neue Gemeindebriefportal der EVLKS. Bei schönstem Herbstwetter trafen sich 44 engagierte Teilnehmende aus ganz Sachsen, darunter Ehrenamtliche und Mitarbeitende aus verschiedenen Stadt- und Dorfgemeinden, um das neue Gemeindebriefportal kennenzulernen, erste Erfahrungen damit auszutauschen und neue Impulse für die Gemeindebriefarbeit zu bekommen. Sie spiegelten die Vielfalt der Landeskirche wieder, denn mit ihnen waren alle Regionen der Landeskirche, Stadt- und Dorfgemeinden und Haupt- und Ehrenamt gleichermaßen vertreten, was für einen regen und inspirierenden Austausch sorgte. Die meisten der Teilnehmenden arbeiteten ehrenamtlich in den Gemeindebriefredaktionen mit und kamen erstmals mit dem Gemeindebriefportal in Kontakt.

Erster Gemeindebrief mit dem neuen Portal erstellt

Gleich zu Beginn konnte ein besonderes Ereignis gefeiert werden: Die Präsentation des ersten Gemeindebriefes, der bereits kurz nach dem offiziellen Start im August mit dem Gemeindebriefportal gestaltet wurde. Die Ev.-Luth. Kirchgemeinden Rochlitz-Wechselburg und Schwarzbach-Thierbaum im Kirchenbezirk Leisnig-Oschatz zeigten ihre Ausgabe für Oktober und November. Frau Doreen Lange, Verwaltungsmitarbeiterin in der Kirchgemeinde in Rochlitz, nahm Blumen als Dank für das Engagement ihrer Gemeinde entgegen. Der neue Gemeindebrief wurde durch eine ehrenamtliche Mitarbeiterin gestaltet, die die Aufgabe von einer langjährigen Vorgängerin übernommen und im wahrsten Sinne des Wortes einen „Blitzstart“ in das Gemeindebriefportal hingelegt hatte. Dafür gab es großen Applaus von allen Teilnehmenden des Fachtages.

Podiumsdiskussion: Erfahrungen der Pilotgemeinden

In einer Podiumsdiskussion befragte die Leiterin der Stabsstelle für Kommunikation, Tabea Köbsch, Vertreter der sächsischen Pilotgemeinden zu ihren Erfahrungen mit dem Gemeindebriefportal. Die Versöhnungsgemeinde in Leipzig, die St.-Petri-Schloßkirchgemeinde in Chemnitz und das Kirchspiel Dresdner Heidebogen waren drei von sechs Gemeinden, die das Gemeindebriefportal seit 2-3 Jahren getestet hatten.  Die Vertreter der drei Gemeinden berichteten, dass das Portal ihre Zusammenarbeit entscheidend verbessert habe. Dank der gemeinsamen digitalen Plattform, in der die Gemeindebriefe erstellt werden, verlaufe die Kommunikation im Team effizienter, da alle jederzeit den Stand der Arbeit im System einsehen können. Neben vielen positiven Aspekten nutzten sie aber auch die Gelegenheit, ihre Ideen zur Verbesserung direkt an den Wartburg-Verlag weiterzugeben.

Workshops: Von Einführung bis Best Practice

Die vier Workshops der Fachtagung boten praxisorientierte Inhalte und deckten verschiedene Aspekte der Gemeindebriefarbeit ab. Im Workshop „Einführung in das Gemeindebriefportal“ erhielten die Teilnehmenden Informationen und erste Einblicke in das Gemeindebriefportal. Eva Deprez, die im Landeskirchenamt in Dresden für das Gemeindebriefportal zuständig ist, zeigte, wie man Beiträge erstellen und bearbeiten kann und beantwortete konkrete Fragen. Im Workshop „Erste Hilfe für Ihren Gemeindebrief“ gab Andy Weinhold, der als Grafiker in der Stabsstelle Kommunikation im Landeskirchenamt arbeitet, zusammen mit Andre Poppowitsch vom Wartburg-Verlag praxisnahe Tipps zur Gestaltung der eigenen mitgebrachten Gemeindebriefe.

Nach einer lockeren Mittagspause, die Zeit für Austausch und Vernetzung bot, ging es weiter mit einem Workshop zu rechtlichen Fragen. Hier brachten die Referenten Erik Kahnt (Datenschutz) und Walter Müller-Wähner (Stabsstelle Kommunikation im Landeskirchenamt) ihr Fachwissen im Blick auf Datenschutz, Impressumspflicht, Bild- und Urheberrecht ein und beantworteten spezifische Fragen der Teilnehmenden. Die Möglichkeit, von der Expertise und Erfahrung langjähriger Arbeit im Gemeindebriefportal zu profitieren, wurde parallel dazu in einem „Best-Practice-Atelier“ mit Andre Poppowitsch (Wartburg-Verlag) von den Anwesenden genutzt.

Abschluss und Ausblick: Zusammenarbeit und Vernetzung stärken

Der Fachtag, welcher der erste Fachtag zum Gemeindebrief in der sächsischen Landeskirche war, wurde von den Anwesenden als Wertschätzung und Unterstützung für ihre Arbeit in den Gemeindebriefredaktionen wahrgenommen. In einer fröhlichen Atmosphäre wurden neue Kontakte geknüpft und Ideen und Inspiration für die eigene Arbeit mitgenommen. Das Ziel, das alle Teilnehmenden verbunden hat, war der Wunsch, für die eigene Gemeinde einen lebendigen und informativen Gemeindebrief zu gestalten. Eine wichtige Erkenntnis des Tages war, dass die Qualität der Zusammenarbeit innerhalb der Redaktionen ein zentraler Aspekt für die Zufriedenheit der einzelnen Redakteur/innen ist. Genau dafür bietet das Gemeindebriefportal gute, digitale Lösungen an. Aber auch weitere Ideen, wie eine Zusammenarbeit und Vernetzung unter den Gemeindebriefredaktionen gestärkt werden könnte, wurden entwickelt und werden nun durch die Stabsstelle Kommunikation im Landeskirchenamt weiterverfolgt werden.

 

Fachtag Gemeindebriefportal
Fachtag Gemeindebriefportal

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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