Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Eröffnung Interkulturelle Wochen in Chemnitz


22 Sept. 2018

„Vielfalt verbindet - in der Geschichte, in der Gegenwart und in der Zukunft“

CHEMNITZ - Auf dem Neumarkt und auf dem Düsseldorfer Platz werden heute, 22. September, wieder die Interkulturellen Wochen in Chemnitz, diesmal in einem aufgefrischten Format, eingeläutet. Schirmherrin Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig und der Superintendent des Ev.-Luth. Kirchenbezirks Chemnitz, Frank Manneschmidt, eröffnen die Interkulturellen Wochen um 12:00 Uhr auf der Bühne am Neumarkt. Gegen 14:00 Uhr wird der Prinzensänger Sebastian Krumbiegel mit einem Soloprogramm ebenfalls auf der Neumarkt-Bühne erwartet.

Unter dem Motto „Vielfalt verbindet – in der Geschichte, in der Gegenwart und in der Zukunft“ warten acht Themenfeldern auf viele Interessierte:

Auf dem Neumarkt zeigen im Informarium Vereine und Fachstellen an ihren Informationsständen dem Publikum ihre Angebote und Anliegen. Im Kulinarium wird zu einer kulinarischen Entdeckungsreise mit Speisen von Kulturen, Lebenswelten und Menschen, die in Chemnitz zu Hause sind, eingeladen. Sport war schon immer international und darf bei einem Begegnungsfest nicht fehlen. Im Sportatrium können die Kinder auf einem Soccer-Platz dem Ball hinterher jagen, sich auf der Hüpfburg austoben und im Kinder- und Jugendzirkus „Birikino“ des Don Bosco Jugendwerks ihre Grenzen austesten. Interkulturelle Wochen ohne Bühne? Chemnitzerinnen und Chemnitzer mit und ohne Migrationshintergrund zeigen auf der Bühne Theatrum traditionelle Tänze und präsentieren Volkslieder.

Am Sonntag, 23. September, lädt die Evangelisch-Lutherische Dietrich-Bonhoeffer-Kirchgemeinde (Markersdorfer Straße 7) um 9:30 Uhr unter dem Titel „Alles, was Odem hat, lobe den Herrn“ (Psalm 150,6) zu einem Gottesdienst ein. Wo Menschen loben, wächst in ihnen der Dank – der beste Proviant für kommende Zeiten. Darum soll in diesem Gottesdienst überlegt werden, wofür es sich zu danken lohnt. Dieses Lob formuliert die Gemeinde auf verschiedene Weisen, und in mehrsprachigen Liedern findet es seinen unverkennbar fröhlichen Ausdruck.

Sonntagmittag startet wieder die Interreligiöse Stadtrundfahrt im Rahmen der Interkulturellen Wochen 2018. Die Busfahrt geht zu Gotteshäusern unterschiedlicher Religionen. So gibt es Besuche in der Synagoge, der Moschee, dem Sikh-Tempel und der Ev.-Freikirchlichen Gemeinde mit entsprechenden Informationen über die jeweilige Religion. Diese Rundfahrt im Herbst signalisiert neben dem Wissensinteresse sicher auch den Willen, nicht nebeneinander sondern miteinander in dieser Stadt zu leben.

Interkulturellen Wochen in Leipzig bereits eröffnet

LEIPZIG - Die Interkulturellen Wochen Leipzig laden vom 16. bis 30. September 2018 zu Information, Festen und interkulturellem Austausch ein. Mit einem "Dialog nach Noten" wurden am Sonntag, 16. September die Interkulturellen Wochen Leipzig im Neuen Rathaus eröffnet.

 Im Rahmen der Interkulturellen Wochen lädt am Montag, 24. September, der Leipziger Stadtökumenekreis um 17:00 Uhr zu einem Ökumenischen Gottesdienst in die Nikolaikirche ein.

Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Wir sind Hoffnung. Wir sind Zuflucht. Wir sind Vielfalt.“ Es predigt Pfarrer Abba Ghiday Alema, Missio-Vertreter aus Addis Abeba (Äthiopien). Die Armenische Kulturgemeinde Leipzig e.V. und Nikolaikantor Jürgen Wolf gestalten den Gottesdienst musikalisch. In kurzen Interviews werden Geflüchtete über ihre Erfahrungen mit Hoffnung, Zuflucht und Vielfalt sprechen.

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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