Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Eröffnung des „DenkRaum“ Sophienkirche


10 Okt. 2020

Bauübergabe & Eröffnung am 9. Oktober an der Gedenkstätte Sophienkirche

DRESDEN – Der „DenkRaum“ Sophienkirche am Ort der ehemaligen Busmannkapelle in Dresden (Sophienstraße 2) wurde am gestrigen Freitag (9. Oktober) übergeben und eröffnet. Nach über zehnjähriger Bauzeit entstand nach dem Entwurf der Architekten Gustavs und Lungwitz eine Gedenkstätte in Erinnerung an die am 13. Februar 1945 im Bombenhagel stark beschädigte, aber aufbaufähige Sophienkirche, die auf Geheiß der SED-Führung abgetragen wurde. Nach Freilegung eines Teils des Platzes entstand die nachgebildete Raumschale der Busmannkapelle. Der eingepflasterte Grundriss deutet mit den entsprechenden Stelen der früheren Stützpfeiler die ursprüngliche Größe der Sophienkirche an.

Vor dem Beginn der gestrigen Veranstaltung am späten Nachmittag begrüßten Bläser der Busmannkapelle die Besucher am Gedenkort. Der Dresdner Schauspieler Friedrich Wilhelm Junge sprach nach einem Glockenschlag um 17:00 Uhr Worte zu Bildern von Glocke und Nagelkreuz. Anschließend lasen Dresdner Schüler Friedensgedichte, bevor Professor Gerhard Glaser über die Geschichte der Gedenkstätte sprach. Architekt Michael Athenstaedt dankte den Bauausführenden.

Als Vertreter des Landesbischofs überbrachte Oberlandeskirchenrat Dr. Thilo Daniel Grüße seitens der Landeskirche. Da die ersten Phasen von Planung und Errichtung des Gedenkortes in seine Amtszeit fiel, nahm auch Landesbischof i.R. Jochen Bohl an der Feier teil. Die Schlüsselübergabe an den Vorstand der Bürgerstiftung übernahmen OLKR i.R. Harald Bretschneider und Michael Athenstaedt.

Aufgrund der coronabedingten Hygieneschutzregeln konnte die festliche Bauübergabe und Eröffnung am 9. Oktober nur im Freien vor der Gedenkstätte erfolgen. Die Bürgerstiftung Dresden und die Gesellschaft zur Förderung einer Gedenkstätte für die Sophienkirche Dresden e.V. luden anschließend zu einer Besichtigung des Bauwerks ein. Aufgrund der Begrenzung der Besucherzahl wurde für die Wartenden ein Film zur Sophienkirche gezeigt. Er erinnert an die spektakuläre Architektur der einst ältesten Kirche der Stadt.

Der öffentlichen Gedenkstätte Sophienkirche ist am 12. Februar 2019 das Nagelkreuz verliehen und vom Bischof von Coventry zum Nagelkreuzzentrum  ernannt worden. Das Nagelkreuz wurde fest neben dem Schmerzensmann von Maria Giovanni Nosseni installiert.

Die alte Glocke, 1480 für die Klosterkirche der Franziskaner gegossen, hing bis 1946 im zerstörten Südturm. Sie zeigt an, was die Stunde geschlagen hat. Sie löst aus, dass das Nagelkreuz und die Friedensbitten der UNO für Besucher und Passanten sichtbar werden. Sie laden ein, sich für Versöhnung und Frieden einzusetzen.
Die Gedenkstätte Sophienkirche-Busmannkapelle gehört als fünftes Nagelkreuzzentrum in Dresden zur weltweiten Nagelkreuzgemeinschaft. Weitere Zentren wurden zuvor das Ev.-Luth. Diakonissenhaus Dresden (1965), die Ev.-Luth. Kreuzkirchgemeinde Dresden (1986), die Stiftung Frauenkirche Dresden (2005) und die Ev.-Luth. Kirchgemeinde „Maria am Wasser“ im Jahre 2006.

Mit der Eröffnung des DenkRaums Sophienkirche kann Ort besucht und besichtigt werden. Vom 10. Oktober bis 19. Dezember wird jeden Sonnabend um 15:00 Uhr zum Nagelkreuzgebet von Coventry mit anschließender Führung eingeladen. Dazu gibt es Spezialführungen.

www.denkraum-sophienkirche.de

Modell Sophienkirche und Aufbau Gedenkortes (2012)
Nagelkreuz neben dem Schmerzensmann von M.G. Nosseni

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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