Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Eröffnung der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit 2025


10 März 2025

Motto und Jahresthema: FÜREINANDER STREITEN

DRESDEN | HAMBURG – Die zentrale Eröffnung der „Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit 2025 – 5785/5786“ (jüd. Kalender) erfolgte am 9. März im Hamburger Rathaus mit der Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille.
In Dresden gab es an diesem Tag die Vorstellung der Neuauflage vom „Buch der Erinnerung – Juden in Dresden deportiert, ermordet, verschollen“ in der Jugendkirche in Verbindung mit dem Jahresempfang der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden e.V.

Mit der großzügigen Unterstützung mehrerer Förderer sowie vieler privater Spenderinnen und Spendern war es gelungen, das „Buch der Erinnerung“ zu erweitern und umfassend zu überarbeiten. Da die erste Auflage im Jahr 2006 rasch vergriffen war und immer wieder nach einer neuen Auflage gefragt wurde, erstellten Gabriele und Alexander Atamassow das Manuskript dieser wesentlich erweiterten Auflage. Pfarrer Konrad Adolph brachte neue Rechercheergebnisse ein. Das Vorwort schrieb noch die später verstorbene Dr. Nora Goldenbogen.

Am heutigen Montag, 10. März, findet um 17.00 Uhr, in der Dresdner Kreuzkirche das Ökumenisches Friedensgebet zum Jahr der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit unter dem Motto „Füreinander streiten“ statt. Das Friedensgebet widmet sich der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit angesichts des anwachsenden Antisemitismus in Deutschland und den Friedensbemühungen zwischen Israel, den Palästinensern und den Staaten im Nahen Osten.
Die Einladenden sind das Ökumenische Informationszentrum Dresden e.V., die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden e.V., die Kreuzkirche Dresden und die Dresdner Kirchgemeinden.

Das Friedensgebet findet somit einen Tag nach der Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille an die Politologin, Pädagogin und Publizistin Saba-Nur Cheema und dem Historiker, Erziehungswissenschaftler und Publizisten Meron Mendel im Hamburger Rathaus statt. Die Laudatio hielt Bischöfin Kirsten Fehrs, Ratsvorsitzende der EKD und Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck der Nordkirche.

Hintergrund und Verleihung der Buber-Rosenzweig Medaille

Seit 1952 veranstalten die Gesellschaften für Christlich- Jüdische Zusammenarbeit im März eines jeden Jahres die Woche der Brüderlichkeit. In allen Teilen des Landes werden aus diesem Anlass Veranstaltungen durchgeführt, um auf die Zielsetzung der Gesellschaften und auf ihr jeweiliges Jahresthema hinzuweisen. Auf Beschluss der Mitgliederversammlung des Deutschen Koordinierungsrates (DKR) im Jahre 2023 wird die Bezeichnung "Woche der Brüderlichkeit" ersetzt durch die Formulierung „Christlich-Jüdische Zusammenarbeit“.

Dabei werden das christliche und jüdische Kalenderjahr benannt. Während der jährlichen Eröffnungsfeier der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit wird die Buber-Rosenzweig-Medaille an Persönlichkeiten und/oder Organisationen verliehen, die sich im christlich-jüdischen Dialog außerordentliche Verdienste erworben haben. Mit einer Sondersendung wurde über die Eröffnungsfeier wechselnd in ZDF und ARD berichtet.

Das Buch ist im Verlag Hentrich & Hentrich, Leipzig 2025 erschienen

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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