Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Erneute Unterstützung für Sachsens Wander- und Pilgerprojekte


13 Mai 2025

Zugänge zu eigener Spiritualität und zum christlichen Glauben

DRESDEN - Die sächsische Kleinprojekteförderung für Wander- und Pilgerwege wird auch im Jahr 2025 fortgesetzt. Mit einem Budget von 80.000 Euro können 46 Vorhaben in ganz Sachsen unterstützt werden – von der Wegemarkierung über Rastplätze bis hin zu kleinen infrastrukturellen Maßnahmen. Am Vortag des bundesweiten „Tag des Wanderns“ ziehen die Initiatoren positive Bilanz.

„Mit jeder geförderten Initiative stärken wir nicht nur den Tourismus, sondern auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Regionen“, sagt Barbara Klepsch, Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus. „Die hohe Resonanz zeigt, dass unsere Kleinprojekteförderung genau dort ankommt, wo Ideen, Herzblut und Engagement zusammenwirken. Es ist beeindruckend zu sehen, wie vielfältig und kreativ sich die Menschen in Sachsen für ihre Wander- und Pilgerwege einsetzen.“

Auch Dr. Stephan Meyer, Präsident des Landestourismusverbands Sachsen e.V. (LTV SACHSEN), hebt den Erfolg des Programms hervor: „Die Kleinprojekteförderung ist ein Erfolgsmodell – sie wirkt direkt, unkompliziert und nachhaltig. Die Vielzahl an eingereichten Anträgen zeigt, wie hoch der Bedarf und das Engagement in allen Teilen Sachsens sind. Unsere Aufgabe ist es, solche Initiativen möglich zu machen – mit Förderung, Beratung und Sichtbarkeit.“

In der diesjährigen Antragsphase vom 17. März bis zum 4. April 2025 wurden insgesamt 149 Anträge eingereicht. Das beantragte Gesamtvolumen lag bei über 253.000 Euro – im Schnitt rund 1.700 Euro je Projekt. Die breite Beteiligung aus allen Regionen Sachsens sowie die Vielfalt unter den Antragstellenden – von Vereinen und Kirchgemeinden über Kommunen bis hin zu privaten Initiativen – belegen die hohe Bedeutung dieser Förderung für die Wander- und Pilgerwege im Reiseland Sachsen.

„Wandern in der Natur und Pilgern zu Orten kirchlichen Lebens erweisen sich zunehmend mehr als tragfähige Formen geistlicher Erfahrung. Gerade in einer relativ säkularen Gesellschaft schafft das Auf-dem-Weg-Sein einen Zugang zu eigener Spiritualität und zum christlichen Glauben. Ich freue mich über das große Interesse in der Bevölkerung und das Engagement für konkrete Projekte. Mein Dank gilt dem Freistaat Sachsen und dem LTV SACHSEN im Zusammenwirken mit der Wander- und Pilgerakademie unserer Landeskirche.“, betont Tobias Bilz, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens.

Fachlich begleitet wird das Projekt durch einen beratenden Beirat, in dem Vertreter aus Tourismuspartnern und beiden Kirchen sitzen. Die Finanzierung erfolgt über das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus (SMWK). In diesem Jahr wurden Vorhaben wie Rastmöglichkeiten an Wegen und Aussichtspunkten, Anschaffungen für Pilgerunterkünfte und Wegewarte sowie Beschilderungen und Infotafeln für die Förderung ausgewählt.

Eine Auswahl bereits umgesetzter Projekte aus dem vergangenen Jahr wurde in einer Kurzfilmreihe näher vorgestellt.

Zudem können alle bisherigen Projekte über eine interaktive Karte eingesehen werden.

Die Förderung ist Teil der Arbeit der Wander- und Pilgerakademie Sachsen, die im Auftrag des LTV SACHSEN durch die Evangelische Erwachsenenbildung Sachsen umgesetzt wird. Neben der finanziellen Unterstützung werden auch in diesem Jahr die bewährten Ausbildungen für Wanderführer, Wegewarte und Pilgerbegleiter sowie regionale Netzwerkveranstaltungen angeboten.

Hintergrund:

Träger der Wander- und Pilgerakademie Sachsen ist der Landestourismusverband Sachsen e.V. (LTV SACHSEN). Die Evangelische Erwachsenenbildung Sachsen (EEB), ein Werk der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens (EVLKS), setzt das Projekt im Auftrag des LTV SACHSEN um. Sitz der Wander- und Pilgerakademie ist Kohren-Sahlis. Das Projekt wird fachlich vom LTV SACHSEN koordiniert und von einem Beirat begleitet. Die Arbeit wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.

Wander- und Pilgerakademie

Für Kleinstinfrastrukturprojekte 2025
Rastplatz vor der Kirche in der Kirchgemeinde Theuma-Altensalz

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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