Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Ergebnis der 25. Aktion Stollenpfennig
01 Juni 2019
In diesem Jahr schaut „Brot für die Welt“ auf 60 Jahre zurück
RADEBEUL - Die sachsenweite Aktion Stollenpfennig hat wieder ein erfreuliches Ergebnis erzielt. In rund 1.450 Spendendosen steckten 29.675,67 Euro, die dem Hilfswerk „Brot für die Welt“ zugutekommen. An der nunmehr 25. Auflage hatten sich in der Adventszeit 2018 rund 560 Bäckereien mit Hauptgeschäften und Filialen beteiligt. Sachsens Diakoniechef Dietrich Bauer freut sich, dass die Spendensammlung zugunsten des Hilfswerks Brot für die Welt wieder eine breite Resonanz bei den Kundinnen und Kunden in den Bäckergeschäften gefunden.
„Mit der Aktion hat sich über die Jahre eine schöne Tradition entwickelt. Seit 1994 kamen insgesamt über 600.000 Euro zusammen, ein Betrag, der in der Entwicklungszusammenarbeit einiges bewegen kann. Ein großes Dankeschön an alle beteiligten Bäckereien und an die haupt- und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Diakonie, ohne die der Stollenpfennig nicht möglich ist“, sagt der Diakoniechef.
Bei der Aktion arbeiten die Diakonie Sachsen und der Landesinnungsverbandes Saxonia des Bäckerhandwerks eng zusammen. Unter dem Gründungsmotto des Stollenpfennigs „Wir haben Stollen, andere nicht einmal Brot" stellen Bäcker seit 1994 in der Adventszeit Sammeldosen auf. Dort können die Kunden beim Kauf ihres Stollens oder anderer Backwaren das Wechselgeld hineinstecken. Die Spenden des Stollenpfennigs werden dem evangelischen Hilfswerk Brot für die Welt übergeben.
Brot für die Welt fördert in mehr als 90 Ländern Entwicklungsprojekte. In diesem Jahr blickt das Hilfswerk auf seine Gründung vor 60 Jahren zurück. Die aktuelle Kampagne von Brot für die Welt steht unter dem Titel „Hunger nach Gerechtigkeit“. Sie rückt in den Mittelpunkt, dass weiterhin Milliarden von Menschen unter Hunger, Mangelernährung, Armut und ungerechten Lebensbedingungen leiden.
Auf der zurückliegenden Frühjahrstagung der sächsischen Landessynode wurde das 60-jährige Engagement von Brot für die Welt thematisiert und die Arbeit gewürdigt. So gab es u.a. Erläuterungen zu weltweiten Erfolge bei der Bekämpfung der Armut, bei der Kindersterblichkeit und dem Zugang zu Schulen für Kinder. Zudem wurden die organisatorischen Strukturen vorgestellt, in die das Evangelische Hilfswerk Brot für die Welt eingebunden ist. Es kooperiere seit einigen Jahren mit der Diakonie Katastrophenhilfe und der Diakonie Deutschland unter dem gemeinsamen Dach des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung. Insgesamt kämen über 90 Prozent der Einnahmen des Hilfswerkes der Projektarbeit zugute.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.