Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

Bereich

Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

Bereich

  

Erfahrungsaustausch auf dem Fundraisingtag


09 Sept. 2019

Zum 13. Kirchenfundraisingtag kamen am Donnerstag, 5. September,  auch viele Teilnehmer aus Kirchgemeinden, kirchlichen Vereinen und aus kirchlichen und diakonischen Einrichtungen zusammen. Wie bereits zur guten Tradition geworden, mischten sie sich unter die Teilnehmer des Sächsischen Fundraisingtages und trugen dazu bei, dass Kirche auch in diesem Bereich als Teil der Zivilgesellschaft wahrnehmbar war. 

Dorothe Ehlig, Referentin für Fördermittel und Fundraising im Landeskirchenamt, richtete ein Grußwort der Landeskirche an die rund 150 Teilnehmenden, in dem sie deutlich machte, dass Fundraising von drei Dingen lebt: von der Bitte, vom Dank und von der Bewegung. Fundraising will Menschen dazu bewegen,  für ein konkretes Anliegen ihre Zeit, ihre Gaben und Talente und auch ihr Geld zu spenden,  und will damit Menschen selbst und auch die konkreten Anliegen und Projekte in Bewegung setzen. Fundraising bringe eben auch Menschen in Bewegung, indem es Begegnung schafft und Menschen zusammenbringt, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Menschen, die im Fundraising unterwegs sind, seien somit auch Baumeister: von Beziehungen und Bindungen. In diesem Sinne wünschte Dorothe Ehlig allen Teilnehmenden einen bewegten und bewegenden Tag.

In einem Seminar wurde dann an zwei Beispielen vertieft, welche Bewegung gelungenes Fundraising in der sächsischen Landeskirche möglich macht: Vertreter des Kirchspiels Radeberger Land stellten ihre Region vor als einen „Lebens- und Glaubensraum“, in dem es inzwischen verschiedene Kooperationen im Bereich Kirche, Kultur und Musik gibt. Pfarrer Johannes Schreiner berichtete, wie das Kirchspiel ganz bewusst keine binnenkirchliche, sondern eine nachbarschaftliche Perspektive eingenommen und zunächst geschaut habe, welche weiteren Akteure im Raum und der Region bereits anbieten und welche Angebote der Kirche in dieser Region sinnvoll seien. Er machte deutlich, dass es mehr Mut zum Experimentieren und zu neuen Denk- und Handlungsmustern brauche. In den Regionen können sich unterschiedliche Akteure in Aufgaben hineinteilen und nach Möglichkeiten der Kooperation suchen. Das Kirchspiel Radeberger Land habe dadurch verschiedene Partner gefunden, mit denen es in den Bereichen Bildung, Kultur und Substanzerhaltung zusammenarbeite. Pfarrer Schreiner stellte aber klar, dass eine solche Zusammenarbeit nur auf Augenhöhe funktioniere und dass sich durch eine solche Zusammenarbeit natürlich auch Gewohnheiten verändern würden. Im Folgenden berichteten Kantor Rainer Fritzsch von der Arbeit im Bereich der Kirchenmusik und der Gründung eines Fördervereins für Kirchenmusik. Von der Gründung einer Musikschule mit zugehörigem Verein berichtete der Vereinsvorstand Dr. Stephan Koch. Den Kirchbauverein Wachau e.V. stellte Marcus Dankelmann vor samt den Erfolgen, die dieser Verein durch die Sammlung von Spenden für die Sanierung der Kirche von Wachau erzielen konnte. 

Im zweiten Teil des Seminars berichtete der Crostauer Kirchenmusiker Lucas Pohle über seine Erfahrungen mit der Förderung von Konzerten und Kirchenmusik über das LEADER-Programm (EU-Förderung im ländlichen Raum). 

Im Foyer des Andreas-Pfitzmann-Baus (Fakultät Informatik) der Technischen Universität Dresden fanden viele Besucher den Weg zum Stand der Landeskirche, an dem verschiedene Informationen zum Thema Fundraising und Fördermittel im Bereich der sächsischen Landeskirche und darüber hinaus angeboten wurden.

Besonders erfreut über den Tag war am Ende des Tages Ronny Auerbach, Vorsitzender des Vereins „Christlicher Kindergarten Entdeckerland e.V.“Leubsdorf/OT Schellenberg, der beim Gewinnspiel den ersten Preis erhielt: einen Gutschein zur kostenfreien Teilnahme am Fundraisingtag im nächsten Jahr. Dieser wird voraussichtlich am 10. September 2020 stattfinden.

Weitere Informationen zum Kirchenfundraisingtag 2019 auf   

https://engagiert.evlks.de/arbeitsfelder/foerdermittel-und-fundraising/fundraisingtag

Begrüßung auf dem Fundraisingtag durch Matthias Daberstiel vom Fundraiser-Magazin
Ausblick und Aufbruch im Andreas-Pfitzmann-Bau der TU Dresden
Zuhörerinnen und Zuhörer werden von Dorothe Ehlig, Referentin für Fördermittel und Fundraising, begrüßt.

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

Teilen Sie diese Seite