Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Einführung von zwei Oberlandeskirchenrätinnen
25 Jan. 2020
Dank an das geschenkte Zutrauen und Vertrauen der Mitarbeitenden
DRESDEN – In der Dresdner Kreuzkirche wurden am Abend des 24. Januar die juristischen Dezernentinnen im Landeskirchenamt, Oberlandeskirchenrätin Kathrin Schaefer und Carmen Kuhn von Oberlandeskirchenrat Dr. Thilo Daniel in einem Gottesdienst in ihre neuen Ämter eingeführt.
Nach der Begrüßung von Dr. Daniel hatten Präsident Hans-Peter Vollbach die Urkunden und Pfarrerin i.E. Gabriele Mendt die Lebensläufe vorgelesen. Nach Gebet, Liedern und Lesung hielt OLKR Dr. Daniel die Einführungsansprache mit Bezug auf die Geschichte von der Hochzeit zu Kana im Johannesevangelium, in der Jesu mit der Verwandlung von Wasser zu Wein sein erstes Zeichen vor den Jüngern tat.
Von Dezernenten würden klare Ergebnisse erwartet, sagte Dr. Daniel. Das Evangelium erzähle dagegen von anderen Dingen, die nicht erwartet worden seien. Dabei gebe Jesus einen Vorgeschmack auf alles, was kommen werde. Der Weg sei noch nicht sichtbar gewesen, aber Jesus schenkte die Fülle und die Jünger glaubten an ihn, was deren Leben änderte. „Jesus gibt sich uns und fordert uns auf, es ihm nachzumachen“, machte Dr. Daniel Mut, mit Jesus auf dem Weg zu sein.
Es folgte die Einführung von Carmen Kuhn und Kathrin Schaefer mit Gebet, Segen und Sendung. Das Fürbittengebet wurde von Mitarbeitenden der Dezernate vorgetragen. In diesem Gottesdienst übernahm Kreuzorganist Holger Gehring die kirchenmusikalische Begleitung an der Orgel.
Kathrin Schaefer (51) übernahm Anfang Januar 2020 die Nachfolge von Oberlandeskirchenrat Michael Klatt, der zum 31. Oktober 2019 in den Ruhestand verabschiedet worden war. Als Dezernentin ist sie neben dem Finanz-, Haushalt- und Steuerrecht auch für Statistik, Versicherungen, Melde-/Datenschutzrecht zuständig.
Die Juristin begann 1998 ihren Dienst im Landeskirchenamt, wo sie zunächst im Baureferat und dann im Dezernat für Juristische Grundsatzfragen und allgemeine Rechtsangelegenheiten tätig war, bevor sie 2016 ins Finanzdezernat wechselte.
Carmen Kuhn (49) übernahm Anfang Januar 2020 mit dem Dezernat für Grundstücks-, Bau- und Friedhofswesen die Nachfolge von Oberlandeskirchenrat Jörg Teichmann, der im letzten Jahr die Leitung des Regionalkirchenamts in Leipzig übernahm. Im Juli 2007 begann sie im Landeskirchenamt als Referentin im Dezernat für Juristische Grundsatzfragen und wechselte 2009 in das Dezernat für Grundstücks-, Bau- und Friedhofswesen.
Anschließend fand eine Grußstunde im Haus an der Kreuzkirche statt, in der beide Dezernentinnen allen für ihr Zutrauen und Vertrauen dankten, insbesondere ihren früheren Vorgesetzten, aber auch denen, die den Gottesdienst und die Feier vorbereitet hätten. OLKRin Carmen Kuhn sprach vom Geheimnis des Glaubens, und dass manches rätselhaft erscheine. Heute gebe es häufig Enttäuschung und unterschiedliche Ansprüche. Ein Schlüssel zum Glauben sei nötig. Vielleicht könne es eine Einladung in die Kirchen sein, für deren Erhalt sie u.a. mit verantwortlich sei. Frau Kuhn freue sich, dass die Zielsetzung in einer Gemeinschaft geschehe.
OLKRin Kathrin Schaefer verwies darauf, dass mit dem Geld nicht immer Gutes in Verbindung gebracht werde. Der „schnöde Mammon“ und die Kirche befänden sich in einem besonderen Spannungsverhältnis. Aber, die „Anhäufung“ von Geld sei kein Selbstzweck, denn ohne Geld wäre nichts möglich. Letztlich sei Geld ein „Werkzeug für kirchliches Leben“, sagte sie, dass für gute Dinge im Umlauf sei.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.