Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Einführung des Sorbischen Superintendenten


28 Okt. 2020

Regelmäßige Gottesdienste in sorbischer (wendischer) Sprache

GÖDA – Pfarrer Christoph Rummel (47) wird am Reformationsfest, 31. Oktober 2020, um 14:00 Uhr in einem Festgottesdienst in der Stiftskirche St. Peter und Paul in Göda als neuer Sorbischer Superintendent eingeführt. Er folgt damit Pfarrer Jan Mahling, der im Sommer in Bautzen in den Ruhestand verabschiedet wurde. Die Einführung übernimmt im Beisein des Bautzner Superintendenten Tillman Popp der Dresdner Oberlandeskirchenrat Dr. Thilo Daniel.

Christoph Rummel ist seit zwölf Jahren Pfarrer in Göda, nachdem er zuvor im Erzgebirge tätig war. Neben seiner Pfarrstelle wird er nun auch die besonderen geistlichen Aufgaben für die im sorbischen Siedlungsgebiet wohnenden evangelischen Sorben im Bereich der Landeskirche übernehmen. In Zusammenarbeit mit der kirchlichen Vertretung der Sorben in den Gemeinden der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz geht es um die Koordinierung von gemeinsamen Veranstaltungen, wie dem jährlich stattfindenden Sorbischen Kirchentag.

Mehrere Pfarrer und Pfarrerinnen der Ober- und Niederlausitz feiern regelmäßig Gottesdienste in sorbischer (wendischer) Sprache. Auf das gesamte Siedlungsgebiet der Sorben in der Nieder- und Oberlausitz bezogen, wird von 60.000 Angehörigen dieser Volksgruppe ausgegangen. In den Gemeinden insbesondere im Kirchenbezirk Bautzen-Kamenz gibt es mehrere Kirchgemeinden mit sorbischen evangelischen Gemeindegliedern.

Mit der Reformation wurde das sorbische Volk bis auf einige Gemeinden bei Kamenz und Bautzen protestantisch. Das Muttersprachprinzip Luthers führte zur Entwicklung der sorbischen Schriftsprache. Bereits 1548 lag Luthers Neues Testament handschriftlich in Sorbisch vor. Luthers Katechismus erschien 1574 als erstes niedersorbisches und 1597 als erstes obersorbisches Buch in gedruckter Form. Mit der Ausbildung von Pfarrern und Lehrern erhielt das sorbische Volk eine intellektuelle Führungsschicht.

Die kulturelle Entwicklung der Sorben wurde bis zum Ausgang des 19. Jahrhunderts maßgeblich von der evangelischen Intelligenz bestimmt. Die Herausbildung der sorbischen bürgerlichen Kultur war im Wesentlichen ihr Werk.

Sorbischer evangelischer Verein

Sorbischer Superintendent Christoph Rummel

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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