Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Eine »360° Klangwelt« zum Spüren
01 Apr. 2024
Touristisch, kirchenmusikalisch und pädagogisch ein Besuchermagnet
AUGUSTUSBURG - Eine europaweit einzigartige Orgelanlage mit sechs Teilorgeln an verschiedenen Standorten in der Stadtkirche St. Petri Augustusburg soll künftig den sächsischen Orgelbau und die Orgelmusik weit über Sachsen hinaus bekannt machen. Dazu unterstützt der Freistaat Sachsen die Orgelinstallation »360° Klangwelt« mit 800.000 Euro.
Der entsprechende Förderbescheid wurde in der vergangenen Woche von Sachsens Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch an den gemeinnützigen Verein »360 Grad e.V.« um den Augustusburger Kantor Pascal Kaufmann in Zusammenarbeit mit der Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Petri Augustusburg überreicht. Die Gesamtinvestitionskosten belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro. Neben dem Freistaat Sachsen unterstützt auch die Sparkassen-Finanzgruppe dieses bedeutende Vorhaben maßgeblich.
Es ist eine faszinierende Vorstellung: Man sitzt in der Kirche, und die Orgelmusik kommt nicht nur, wie allgemein üblich, von hinten, sondern aus allen Richtungen. Von links, von rechts, von vorne ... In der Stadtkirche St. Petri in Augustusburg wird das mittelfristig keine Fantasie bleiben, sondern Realität werden. Das umfangreiche, dreiteilige Nutzungskonzept, dem bereits im Jahr 2021 eine Machbarkeitsstudie vorausging, wird das neue Instrument touristisch, kirchenmusikalisch und pädagogisch als Besuchermagnet langfristig in der Stadtkirche St. Petri Augustusburg etablieren.
Mit der Installation der »360° Klangwelt« wird ein technisches Unikat und ein musikalisches Kleinod entstehen, das sowohl in Ausführung und technischer Raffinesse als auch im Erlebbarmachen der Musik für Besucherinnen und Besucher Maßstäbe setzen soll. Dabei gehen der Orgelbau als traditionsreiches Handwerk und die Digitalisierung Hand in Hand. Die gesamte Orgelinstallation, inklusives des neuen Generalspieltisches, wird den aktuellsten, internationalen Standards entsprechen und sich exzellent in die Innenarchitektur einfügen.
Das Veranstaltungskonzept basiert auf Konzerten mit internationaler Strahlkraft, pädagogischen Angeboten für die junge Generation, Angeboten für kulturelle Bildung in der Fläche, der Förderung junger Musikerinnen und Musiker sowie auf niedrigschwelligen Angeboten für jedermann.
Die Stadt Augustusburg hat sich seit 2019 mit der zwischenzeitlichen Etablierung des »Augustusburger Musiksommer« und der »Jungen Philharmonie Augustusburg« zu einem Zentrum der Musikpflege in Sachsen entwickelt. Das honoriert jetzt der Freistaat Sachsen, indem er ein europaweit einzigartiges kirchenmusikalisches Projekt fördert. Sächsischer Orgelbau und Orgelmusik gehören zum von der UNESCO anerkannten immateriellen Kulturerbe. Mit der »360° Klangwelt« wird dieses Erbe auch gepflegt und weitergetragen«, sagt Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch.
Pascal Kaufmann, Kantor an der Stadtkirche St. Petri Augustusburg, Initiator und künstlerischer Leiter des »Augustusburger Musiksommer« sowie Gründer der »Jungen Philharmonie Augustusburg« und nun auch Vertreter des Verein 360 Grad e.V.: »Die Zuhörer werden den sphärischen Klängen der Filialwerke lauschen können, die tiefen Frequenzen der im Emporenboden liegenden Basspfeifen körperlich spüren können, und sogar in die neue Altarorgel schauen können. Das gibt es nur in Augustusburg, so hat man Orgel noch nie gehört. Wir bauen ein neues Kulturdenkmal für unsere Kinder, Enkel, und Urenkel.«
Der Verein »360 Grad e.V.« in Zusammenarbeit mit der Augustusburger Kirchgemeinde kooperiert eng mit weiteren regionalen Leistungsträgern wie der Stadt Augustusburg, dem Gymnasium Augustusburg, dem Schloss Augustusburg und wurde fachlich begleitet von einer Kommission aus Baupfleger und Orgelsachverständigen der sächsischen Landeskirche sowie dem Denkmalschutz.
Zum Projekt »360° Klangwelt«: www.orgel360.de
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.