Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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»Ein Land wie kein anderes? - Mit Sachsen über Sachsen reden«
13 Nov. 2018
Ist Sachsen wirklich so ein besonderes Bundesland?
DRESDEN - Sachsen, das ist Leipzig und Dresden, Erzgebirge und Elbe, das ist Kultur, ist Dresdner Zwinger und Frauenkirche. Sachsen ist wirtschaftlich erfolgreich, aber die Einkommen sind immer noch deutlich niedriger als in den westlichen Bundesländern. In manchen Regionen boomt es, in anderen schließt die letzte Kneipe.
Doch wer „Sachsen“ googelt, findet vor allem das: Rechte Gewalt, Hitlergrüße in Chemnitz, Gerichtsprozesse gegen rechtsradikale Gruppierungen und PEGIDA-Demonstrationen in Dresden. Dies prägt derzeit das öffentliche Bild von Sachsen. Menschen, die sich gegen Gewalt engagieren, Konzerte gegen Rechts veranstalten oder sich in ihrem Umfeld für andere und ein friedliches Zusammenleben einsetzen, finden dagegen weniger Beachtung.
„Ein Land wie kein anderes?“ Ist Sachsen wirklich so ein besonderes Bundesland? Was denken und sagen die Sachsen über Sachsen? Die Frauenkirche lädt zum gemeinsamen Gespräch und bittet vorab aus technischen Gründen um Zusendung von Fragen bis Dienstag, dem 13.11.2018 an: forum@frauenkirche-dresden.de
Auf dem Podium:
- Petra Köpping (SPD), Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Abgeordnete des Sächsischen Landtages.
- Antje Hermenau, die in Leipzig geborene Lehrerin ist als politische Beraterin tätig und erklärte 2014, nach 25 Jahren, ihren Austritt aus der Partei der Grünen.
- Sylvia Pfefferkorn, lebt seit 1984 in Dresden und ist seit 1999 mit einer Marketing-Agentur selbständig. Seit 2016 Gründungsmitglied und stellv. Vorstandsprecherin des Vereins WIRTSCHAFT FÜR EIN WELT-OFFENES SACHSEN e.V.
- Sebastian Krumbiegel, der in Leipzig geborene Sänger der Band „Die Prinzen“
- Moderation: Alexandra Gerlach, Deutschlandfunk Kultur
MDR Livestreaming
Die Podiumsdiskussion findet am 15. November im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Forum Frauenkirche“ in der Dresdner Frauenkirche statt, in Kooperation mit Deutschlandfunk Kultur, MDR und Sächsischer Zeitung.
Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und per Livestream auf den Social-Media-Kanälen von Deutschlandfunk Kultur und MDR übertragen. Der Mitschnitt wird am 16. November 2018 im Deutschlandfunk Kultur gesendet.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.