Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Ehrungen für gemeinnütziges Engagement


17 Okt. 2021

Sächsischer Bürgerpreis 2021 

DRESDEN - Zum elften Mal ist in Dresden der Sächsische Bürgerpreis verliehen worden. Gemeinsam mit der Stiftung Frauenkirche Dresden und der Kulturstiftung Dresden der Commerzbank würdigte der Freistaat Sachsen am 14. Oktober Vereine, Initiativen oder Einzelpersonen für ihren herausragenden Einsatz für die Demokratie, Heimat und Umwelt sowie andere Menschen bei uns und weltweit.

Stellvertretend für die zahlreichen Menschen, die sich in Sachsen ehrenamtlich engagieren, zeichneten die Stifter des Preises in insgesamt fünf Kategorien Personen oder Initiativen aus. In jeder Kategorie wurden 5.000 Euro von den Stiftern bereitgestellt.

Miteinander stärken – Land gestalten (Demokratie)
Menschen helfen – Gemeinsinn stiften (Menschen)
Traditionen pflegen – Geschichte verstehen (Heimat)
Schöpfung bewahren – Natur schützen (Umwelt)
Global denken – lokal handeln (Welt)

„Allen, die sich mit viel Herzblut ehrenamtlich einbringen, die sich bürgerschaftlich engagieren, gebührt großer Dank“, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer, der in der Kategorie Gemeinsinn stiften auch die langjährige Initiative „Kirche im Laden e.V.“ (Vogtland) auszeichnete. »Suchet der Stadt Bestes« (Jeremia 29,7) ist der Leitspruch des kirchlichen Projektes, dessen Angebote Beratung, Bildung und Begegnung vereinen.

Dafür wurden im Stadtzentrum von Falkenstein Räumlichkeiten angemietet, die einen Ort für Mission, Seelsorge und Daseinsbegleitung bieten. Der Verein baut Brücken zwischen Kirche und Stadtgesellschaft; es gibt zahlreiche Möglichkeiten der Mitwirkung. Auch soziale Fürsorge wird betrieben, so gibt es eine wöchentliche Ausgabe von Lebensmitteln an Bedürftige.

Dazu sagte Maria Noth, Geschäftsführerin der Stiftung Frauenkirche Dresden: „Mit der Bürgerpreisverleihung in der Frauenkirche Dresden sagen wir den Geehrten und Nominierten stellvertretend für alle, die sich im Dienst der Gemeinschaft selbstlos engagieren, Dank.“

Die Vorschläge zur Nominierung reichten die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister bei den jeweiligen Landräten ein. Auch kirchliche Stellen sind vorschlagsberechtigt. Die Landräte und Oberbürgermeister der kreisfreien Städte nominierten die Initiativen oder Personen, die dann gebeten wurden, eine Projektbeschreibung an die Sächsische Staatskanzlei zu senden. Daraufhin wählte eine unabhängige Jury die Preisträger in den fünf Kategorien aus den nominierten Projekten, Initiativen und Einzelpersonen aus.

Sächsischer Bürgerpreis 2021

Verleihung der Annen-Medaille

Eine weitere Ehrung des Freistaates Sachsen erfolgte in Dresden durch das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. So verlieh Sozialministerin Petra Köpping die Annen-Medaille 2021 an 21 Bürgerinnen und Bürger, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich engagieren. Die Annen-Medaille wurde im Jahre 1995 von der Sächsischen Staatsregierung zum Andenken an die wohltätige Kurfürstin »Anna von Sachsen« (1532-1585) gestiftet. Sie wird dieses Jahr zum 26. Mal verliehen.

»Obwohl uns die Coronavirus-Pandemie noch immer anderen Menschen mit Distanz begegnen lässt und uns Maßnahmen zum Fremd- und Eigenschutz auferlegt, gibt es Engagierte, die auf ihre Mitmenschen zugehen und sich für das Glück der anderen einsetzen«, sagte Sozialministerin Petra Köpping anlässlich der Verleihung der Annen-Medaille.

Seit mehr als zwanzig Jahren schon zeichnet der Freistaat Menschen mit der Annen-Medaille aus, die sich in überdurchschnittlicher Weise für das Gemeinwesen in Sachsen einsetzen, die mit ihrem Engagement andere Mitbürgerinnen und Mitbürger begeistern und inspirieren, ihnen helfen, sie unterstützen und fördern.

Unter den Geehrten befinden sich auch Personen aus dem kirchlich-diakonischen Bereich, darunter Ursula Altmann aus Markkleeberg, die sich seit über neun Jahren im Kirchenvorstand engagiert, dabei insbesondere im Diakoniekreis. 2015 war sie eine der Mitbegründerinnen des »Willkommenscafés« für Flüchtlinge, das bis zum Pandemieausbruch monatlich der Treffpunkt für Familien mit Migrationshintergrund war. Auch heute engagiert sie sich in der Nachhilfe für Kinder mit Migrationshintergrund.

»Wir brauchen Menschen, die sich für andere einsetzen, denn ohne sie wäre unsere Gesellschaft um vieles ärmer. Im gegenseitigen Zuwenden haben aufkommender Egoismus, Ausgrenzung und Zerstrittenheit deutlich weniger Chancen«, so Sozialministerin Köpping weiter.

Seit mittlerweile elf Jahren wird diese Festveranstaltung durch das Gymnasium Dresden-Bühlau getragen. Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums haben für die Ehrenamtlichen in einem Unterrichtsprojekt jeweils eine Laudatio erarbeitet und diese auf der Festveranstaltung präsentiert. Für die musikalische Umrahmung sorgten auch Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums.

Die Annen-Medaille ist aus Meißner Porzellan gefertigt und trägt auf der Vorderseite die Worte »helfen, pflegen, fördern«. Auf der Rückseite sind die Worte »miteinander leben, füreinander da sein« eingeprägt.

Verleihung der Annen-Medaille

Verleihung des Bürgerpreises in der Dresdner Frauenkirche
Ehrung des Freistaates mit der Annen-Medaille

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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