Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Dresdner Kreuzkantor feierlich eingeführt


26 Sept. 2022

Er folgt auf den langjährigen Kreuzkantor Roderich Kreile

DRESDEN - Der Kirchenmusiker Martin Lehmann ist am Samstagabend in der Dresdner Kreuzkirche als Kreuzkantor eingeführt worden. Der 49-Jährige hatte sein neues Amt bereits Anfang September angetreten. Die feierliche Einführung durch Sachsens evangelischem Landesbischof Tobias Bilz erfolgte nun im Rahmen einer Vesper des Kreuzchores in der Kirche am Altmarkt.

Bilz betonte die besondere Bedeutung der neuen Aufgabe für Lehmann: „Das Amt des Kreuzkantors ist ein öffentliches Amt“, sagte Bilz. Es wirke weit über die Grenzen der Stadt hinaus. Der Kreuzchor blickt auf eine mehr als 800 Jahre alte Tradition zurück und ist in städtischer Trägerschaft. Seinen angestammten Platz hat er in der Kreuzkirche. Dort gestaltet er regelmäßig Vespern und Gottesdienste. Derzeit gehören dem Ensemble rund 140 Jungen im Alter von 9 bis 19 Jahren an.

Lehmann ist der 29. Kreuzkantor nach der Reformation. Zuvor leitete er den Windsbacher Knabenchor. Er folgt auf den langjährigen Kreuzkantor Roderich Kreile, der im Juli in den Ruhestand ging und nun an der Amtseinführung seines Nachfolgers teilnahm. Kreile leitete den Kreuzchor 25 Jahre lang.

Das Amt des Kreuzkantors zählt zu den renommiertesten in der evangelischen Kirchenmusik. Heute gilt es vor allem, den Spagat zwischen Tradition und Moderne zu meistern. Es brauche einen Dirigenten, einen Kenner und einen Intendanten umschrieb Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) die vielfältigen Aufgaben. Lehmann sei dafür der „absolute Wunschkandidat“ gewesen. Der Kreuzchor ist die älteste städtische Kulturinstitution in Dresden.

„Der Chor ist in städtischer Trägerschaft, seine Wurzeln aber sind christlich und seine Heimat ist die Kreuzkirche am Altmarkt“, hatte Lehmann bei seinem Amtsantritt erklärt. Diesen weiten Bogen zu spannen und musikalisch mit Inhalt zu füllen, sei „eine großartige Aufgabe“.

Lehmann erhielt seine musikalische Ausbildung einst selbst beim Dresdner Kreuzchor. 1983 wurde er dort Mitglied. Am Samstag brachte er mit dem Chor Werke unter anderem von Johann Sebastian Bach (1685-1750), Heinrich Schütz (1585-1672) und Wilfried Krätzschmar zur Aufführung.

Nach seiner feierlichen Einführung durch den Landesbischof sagte er, er wolle „dem hohen Amt dienen“, „nach bestem Können und mit aller Kraft“ und dem Kreuzchor „hoffentlich zu guter Ausstrahlung verhelfen“. Lehmann hatte bereits im Vorfeld angekündigt, dass der Kreuzchor auch weiterhin eine Rolle im städtischen Kulturleben spielen werde. Unter anderem soll es im Advent wieder ein Stadionkonzert in Dresden geben.

Die Samstagsvespern des Kreuzchores finden seit 1371 in der Dresdner Kreuzkirche statt. Berichte aus allen Jahrhunderten belegen deren feierliche Ausgestaltung und besondere Anziehungskraft auf Gäste.(©epd 24.09.2022)

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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