Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Dresdner Gedenktag Friedliche Revolution


05 Okt. 2020

Ehrung der Publizistin Katrin Rohnstock

DRESDEN – In der Dresdner Kreuzkirche findet am 8. Oktober, dem Dresdner Gedenktag an die Friedliche Revolution, um 17:00 Uhr das alljährliche Friedensgebet statt.  Es widmet sich dem 30. Jubiläum der Wiedervereinigung Deutschlands. Gestaltet wird es von Schülerinnen und Schülern der 11. Klasse des St.-Benno-Gymnasiums.

Predigen wird Andreas Leuschner, der im Herbst 1989 mit der „Gruppe der Zwanzig“ auf der Prager Straße war. Anschließend ehrt an den „Steinen des Anstoßes“ die AG 8. Oktober-Dresdner Aufbruch die Publizistin Katrin Rohnstock mit der Plakette „Schwerter zu Pflugscharen“. Ihre Erzählsalons sind seit vielen Jahren ein Baustein für die innere Einheit Deutschlands. Der Bürgerrechtler Frank Richter wird die Laudatio halten. Das Grußwort der Landeshauptstadt Dresden kommt vom Ersten Oberbürgermeister Detlef Sittel.

Ein Dankweg führt anschließend ab 19:00 Uhr von der Kreuzkirche zur Prager Straße, wo eine Inschrift an die Gründung der „Gruppe der Zwanzig“ am 8. Oktober 1989 erinnert.

Erzählsalon tags zuvor in der Zentralbibliothek

Katrin Rohnstock wird zudem am Vorabend des 7. Oktober um 18:00 Uhr, in der Zentralbibliothek im Kulturpalast Dresden (Veranstaltungsraum, 1. OG) einen ihrer Erzählsalons anbieten. Unter dem Motto »30 Jahre Deutsche Einheit: Deine Geschichte – Unsere Zukunft« sprechen sechs Dresdnerinnen und Dresdner, darunter auch Dresdens ehemaliger Bürgermeister Dr. Herbert Wagner, oder Emiliano Chaimite, der einst als mosambikanischer Vertragsarbeiter in die DDR kam, unter anderem zu diesen Fragen: Wie habe ich die Vereinigung erlebt? Wie wirkt sich die Transformation bis heute auf mein Leben aus?

„Die unterschiedlichen Geschichten ermöglichen den Zuhörenden die Perspektive zu wechseln und neue Einsichten zu gewinnen,“ so Katrin Rohnstock.
Für den Erzählsalon in der Zentralbibliothek wird aufgrund reduzierter Plätze durch Hygienemaßnahmen wegen Covid19 um Anmeldung gebeten unter evangelischekirche.dresden@evlks.de, Tel. 0351 4393915.

In Senftenberg moderiert Katrin Rohnstock als Salonnière eine Runde im Projekt »Lausitzer Unternehmer*innen im Erzählsalon«

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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