Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Dom-Musik beginnt Konzertjahr


25 März 2022

Freiberger Dom blickt optimistisch auf das Konzertjahr 2022

FREIBERG - Der Freiberger Dom schaut nach zwei pandemiebedingt schweren Jahren optimistisch auf das Konzertjahr 2022. Für zahlreiche Veranstaltungen begann jetzt der Vorverkauf.

Der ursprünglich geplante musikalische Jahres-Auftakt zum Heinrich-Schütz-Jahr am 13. März musste verschoben werden. Geplant war ein Konzert der Capella de la Torre, dem derzeit besten Ensemble frühbarocker Musik in Europa. Das Konzert wird nun am Donnerstag, 28. April um 19:30 Uhr im Dom nachgeholt. Für den mitwirkenden Jugendchor des Freiberger Domes und die Freiberger Domkurrende wird das Konzert der musikalische Höhepunkt des Jahres.

„Es ist toll, dass unsere Kinder und Jugendlichen mit so einem Ausnahmeensemble musizieren werden“, sagt Domkantor Albrecht Koch. „Corona hat vieles erschwert, hat aber unseren Chören nicht die Motivation zum gemeinsamen Singen genommen. Das Projekt Singt Schütz22! Des Kirchenchorwerkes der sächsischen Landeskirche, in dessen Rahmen das Konzert stattfindet, ist so ein Glücksfall nicht nur für unsere Chöre.“

Der Freiberger Domchor ist 2022 in fünf Konzerten im Dom zu erleben. Zu Beginn steht mit Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion eines der größten Werke der europäischen Kirchenmusik. Sie erklingt am 9. April im Dom. Mit dem Domchor musiziert die Batzdorfer Hofkapelle und ein Ensemble renommierter Gesangssolisten. Im Juli folgt ein Konzert mit vielchöriger Musik von Heinrich Schütz und seinen mitteldeutschen Zeitgenossen, bei der der Dom als Klangraum in besonderem Maße erlebbar werden soll. Partner ist in diesem Konzert das renommierte Vokalensemble „Ensemble Polyharmonique“ unter der Leitung des in Belgien lebenden Altisten Alexander Schneider sowie die Cappella Sagittariana aus Dresden.

Die Zusammenarbeit mit der Mittelsächsischen Philharmonie findet in der Aufführung des Requiems von Luigi Cherubini ihre Fortsetzung. Das Konzert mit dem Werk des bekannten italienischen Komponisten findet im November statt. Auch das Weihnachts-Oratorium von Johann Sebastian Bach soll im Dezember endlich wieder live erklingen. In diesem Jahr kommen zu den Teilen I-III (3.12.2022) auch die Teil V und VI, die mit dem Magnificat des ehemaligen Thomaskantors und Silbermann-Förderers Johann Kuhnau verbunden werden.

International werden erneut die donnerstäglichen Abendmusiken im Dom. Domkantor Albrecht Koch selbst eröffnet die Konzertreihe an den bedeutenden Silbermann-Orgeln am Donnerstag, 12. Mai um 20:00 Uhr. Bis Mitte Oktober kommen wieder zahlreiche national und international bedeutende Organistinnen und Organisten nach Freiberg. Hervorzuheben sind unter anderem Laurens de Man, Gewinner des Silbermann-Wettbewerbs 2019, der Belgier Bernard Focrulle, Stephen Tharp aus New York oder Yves Rechsteiner aus Toulouse in Frankreich.

Domkantor Albrecht Koch erinnert in weiteren Abendmusiken unter anderen an den 300. Todestag Johann Kuhnaus oder den 100. Geburtstag des ehemaligen Domkantors Hans Otto.
Neben den traditionellen Konzerten gibt es zahlreiche weitere Veranstaltungen. Im Kreuzgang werden im Sommer zwei Jazz-Konzerte mit Weinausschank zu erleben sein. Die Mittelsächsische Philharmonie bietet auch weiter ihre Kammermusikkonzerte im Kreuzgang an. Viele musikalische Führungen bieten zudem die Möglichkeit, den Dom auf besondere Weise kennen zu lernen.

Der Kartenvorverkauf für alle Konzerte bis Oktober hat begonnen. Die Konzerte der Weihnachtszeit werden erst ab Juli in den Verkauf gehen. Damit möchte die Kirchgemeinde am Dom vor allem die weitere Entwicklung der Pandemie abwarten. Dennoch geht die Gemeinde davon aus, dass es nicht wieder zu Ausfällen von Konzerten kommen wird.

Die Freiberger Dom-Musik wird unterstützt durch die sächsische Landeskirche, den Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen, die Stadt Freiberg und die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. In diesem Jahr wird die Arbeit der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenchöre zudem aus dem Fonds Neustart Amateurmusik der Beauftragten für Kultur und Medien der Bundesregierung gefördert.

www.freiberger-dom.de

Freiberger Domchor während einer früheren Konzertaufführung

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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