Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Digitale Entwicklung in der Corona-Krise
19 März 2020
Im Zentrum steht Kreativität, kritisches Denken, Kollaboration und Kommunikation
DRESDEN - Digitale Schule entwickeln statt nur technisch ausrüsten. Unter diesem Motto haben die Evangelischen Schulen in Deutschland am 19. März 2020 in der Corona-Krise einen Rahmenvertrag mit Europas führendem Anbieter für Lernmanagementsysteme (LMS) „itslearning“ abgeschlossen. Damit wird sichergestellt, dass es nicht bei einer technischen Ausstattung der Schulen durch den Digitalpakt bleibt, sondern dass an evangelischen Schulen eine zeitgemäße Online-Lernumgebung geschaffen wird. Gerade in Zeiten, wo Schulbesuche ausgesetzt sind, liegt hier ein großes Potential.
Neben Hardware, Schul-Servern und WLAN in Schulen geht es also um die ortsunabhängige Entwicklung eines erprobten und doch individuell anpassbaren Lernmanagementsystems. Eine Lernplattform wie „itslearning” kann beitragen, die Art des schulischen Lernens zu verändern. Sie stellt den rund 100.000 Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften ein Werkzeug zur Verfügung, mit dem sie in einem geschützten digitalen Raum Zusammenarbeit und Kommunikation organisieren können. Auch der Aufwand für die Individualisierung von Lernprozessen minimiert sich, wenn Material gemeinsam im Team erarbeitet, den Schülerinnen und Schülern auf direktem Weg bereitgestellt und genauso wieder abgegeben wird.
Ins Zentrum guter Bildung rücken Kreativität, kritisches Denken, Kollaboration und Kommunikation. „itslearning” bietet dafür einen digitalen Rahmen, gemeinsam Neues zu denken und zu hinterfragen, Erkenntnisse mit anderen zu teilen und zur Diskussion zu stellen – für Lehrkräfte und Schüler*innen.
So können sich Kinder und Jugendliche an den evangelischen Schulen in Deutschland in einer verändernden Welt mithilfe digitaler Möglichkeiten frei entfalten. Initiator des länderübergreifenden Gemeinschaftsprojekts war die Schulstiftung der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens.
Martin Lorenz, Geschäftsführer der „itslearning GmbH“, erklärt: „Unser Ziel war es immer, die Welt dank neuer Bildungstechnologien zu verbessern. Deshalb wollen wir Lernmanagementsysteme schaffen, bei denen der Mensch und sein eigenverantwortliches Handeln im Blickpunkt steht. Das ist unsere Mission und gelebte Unternehmenskultur.“
Volker Schmidt, Vorstand der evangelischen Schulstiftung in Sachsen, betont: „Genau deshalb passen ,itslearning’ und die evangelischen Schulen so gut zusammen. Wir freuen uns über die Kooperation mit einem starken und leistungsfähigen Partner, der mit seinem LMS im internationalen Vergleich in der Spitzengruppe steht. Der Anbieter ,itslearning’ wartet nicht nur mit seiner preisgekrönten digitalen Lernplattform auf, sondern bietet unseren Schulen ein schlüssiges Gesamtkonzept, in dem auch die Entwicklung eines passgenauen Konzepts pro Schulträger und die dafür nötigen Fortbildungen enthalten sind.“
Der Rahmenvertrag wurde am heutigen Donnerstag aufgrund der anhaltenden Ansteckungsgefahr durch das Corona-Virus beidseitig online unterzeichnet. Er ermöglicht es ab sofort allen Schulträgern folgender Landesverbände, von den digitalen Neuheiten zu profitieren:
• Schulstiftung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens
• Evangelische Schulstiftung in der EKBO (Ev. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz)
• Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Schulwerke Baden-Württemberg
• Evangelische Schulstiftung der Nordkirche
• Evangelische Schulstiftung in Bayern
• Evangelische Schulstiftung in Mitteldeutschland, Schulstiftung der EKM
„Mit dieser Rahmenvereinbarung machen sich die verschiedenen Schwesternstiftungen hier gemeinsam auf den Weg, die Digitalisierung einmütig und geschlossen zu erobern. Zum ersten Mal wurden in dieser breiten Zusammenarbeit Lösungen ins Auge gefasst, die uns mehr als geeignet erscheinen, evangelische Schulen auf die Höhe der Zeit zu bringen“, ist Schmidt überzeugt.
Sein sächsischer Vorstandskollege, Martin Herold, erläutert: „Wir sind froh, dass ,itslearning’ die gemeinsame Werteorientierung evangelischer Schulen in Deutschland teilt. Unter der Botschaft ,Hauptfach Mensch’ haben wir diese in Sachsen mit Individualität, Vielfalt, Selbstverantwortung, Engagement für Mitmensch und Umwelt und dem konstruktiven Umgang mit eigenen Fehlern definiert. Das LMS ermöglicht es den Schulen, die vielfältigen pädagogischen Funktionen der Plattform für diese wertebildenden Unterrichtspraktiken zu nutzen. Ein evangelisch-digitaler Unterricht bietet ein enormes Potential, Werte und Kompetenzen bei Schülerinnen und Schülern auszubilden.”
So ist „itslearning“ eine ideale Plattform für die Schulen der evangelischen Landeskirchen, da sie den technischen Aufwand auf Seiten der Schulträger und Schulen gering hält. Dafür lässt sie die volle Konzentration auf die jeweilige inhaltliche und pädagogische Ausprägung zu.
Hintergrund:
Die Evangelischen Schulen in Sachsen sind staatlich genehmigte Ersatzschulen in freier Trägerschaft. Zu ihnen gehören 75 Schulen (Grund-, Ober-, Förderschulen und Gymnasien) an 54 Standorten in Sachsen. In ihrer pädagogischen und konzeptionellen Vielfalt eint sie das evangelische Profil, welches ein selbstverantwortliches Handeln für Mitmenschen und Umwelt zu Grunde legt.
itslearning ist das europaweit führende, cloudbasierte Lernmanagementsystem (LMS) für Schulen. Mit zugeschnittenen pädagogischen Beratungs- und Schulungsangeboten profitieren Kunden beim Umsetzen Ihres Medienbildungskonzepts oder Ihres Medienentwicklungsplans von der Erfahrung und den Konzepten des weltweit agierenden Anbieters. Gegründet 1999 in Bergen hat itslearning über 7 Millionen aktive Nutzer weltweit.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.