Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

Bereich

Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

Bereich

  

Diasporawerk mit Projekten und Weihnachtsaktionen


17 Dez. 2017

Jetzt noch bestellen! Die GAW-Weihnachtskarte 2017

LEIPZIG – Wie jedes Jahr kann eine neue Weihnachtskarte beim Gustav-Adolf-Werk e.V. (GAW) in Leipzig bestellt werden. Die Motive stammen aus Ländern, in denen das Diasporawerk der Evangelischen Kirche in Deutschland schon längere Zeit Projekte unterstützt und betreut. In diesem Jahr wird das Motiv einer Weihnachtskrippe aus Venezuela angeboten, zu der die Verse aus dem Matthäus-Evangelium im 2. Kapitel (10.11) gut passen: "Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut und gingen in das Haus und sahen das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe."
(Die Klappkarte A6, ist für 50 Cent pro Stück zzgl. Versandkosten beim GAW zu bestellen.) 

Projekt des Monats Dezember 2017

Darüber hinaus verweist in diesem Monat das Diasporawerk auf das GAW-Projekt des Monats, das helfen soll, Schulen Evangelischer Gemeinden in Syrien u.a. in Aleppo offen zu halten. Vielfach wurde in den letzten Jahren auf die Situation orthodoxer und evangelischer Christen mitten im Bürgerkrieg aufmerksam gemacht. Die meisten sind geflohen, damit wurden die Gemeinden ausgedünnt und geschwächt. Trotzdem kämpfen sie darum, die Schulen offen zu halten, damit sich für Kinder und junge Menschen sowie Menschen, die wieder zurückkehren, eine Perspektive eröffnet.

Millionen syrischer Kinder können wegen des Krieges in ihrem Land nicht zur Schule gehen. Unzählige Schulen sind zerstört. „Bildung ist wichtiger denn je. Wenn unsere Kinder jetzt nicht zur Schule gehen können, wächst eine verlorene Generation heran“, fasst Pfarrer Firas Farah aus Qamishly eine große Sorge der Menschen in Syrien um die Zukunft ihrer Kinder und ihres Landes zusammen.

Evangelische Christen in Syrien haben sich von Anfang an für eine gute Bildung eingesetzt. In beinahe allen Städten, in denen es evangelische Gemeinden gibt, haben diese auch eigene Schulen gegründet, oft sogar mehrere. Die Evangelische Kirche von Syrien und dem Libanon unterhält vier Schulen in Syrien, darunter auch in den stark vom Krieg betroffenen Städten Aleppo und Homs. Die Evangelisch-Armenischen Gemeinden in Syrien haben insgesamt sechs Schulen.

Von den einst 50.000 armenischen Christen in Aleppo – orthodoxe und evangelische –, sind nur noch 15.000 geblieben. Trotzdem bemühen sich die evangelischen Gemeinden, ihre Schulen offen zu halten. Die Bethel-Schule der evangelisch-armenischen Gemeinde wurde während des Krieges drei Mal von Raketen getroffen – zum Glück gab es keine Toten – und jedes Mal schnellstens repariert, damit der Schulbetrieb weiter gehen konnte.

„Unsere Schulen bleiben offen, auch für die Kinder, deren Eltern sich das Schulgeld nicht mehr leisten können“, betont Haroutune Selimian, Pfarrer der Bethelkirche in Aleppo und Präsident der armenisch-Evangelischen Gemeinden in Syrien.

Evangelische Schulen sind in den von Krieg verwüsteten Städten Orte, an denen es neben dem Schulstoff auch Wärme und Licht gibt, warmes Essen und ein Glas Milch. Und ein gutes Miteinander von Muslimen und Christen, eine tägliche Übung für ein friedliches Zusammenleben auch jenseits dieser Schutzräume.

Das GAW unterstützt evangelische Gemeinden in Syrien, die ihre Schulen offen halten. Mit Spenden wird es ermöglicht, damit vom Krieg betroffene Kinder und Jugendliche in Syrien, weiterhin zur Schule gehen zu können.

Weihnachtskarte des GAW 2017, Motiv Krippe (Foto: GAW)
Weihnachtskrippe aus Venezuela

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

Teilen Sie diese Seite