Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Diakonie und Landeskirche rufen zu Spenden für Erdbebenopfer auf


07 Feb. 2023

Landeskirche stellt 15.000 Euro aus dem Soforthilfefonds zur Verfügung

DRESDEN – Angesichts der verheerenden Folgen des Erdbebens in der Türkei und Syrien unterstützt die Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens den Spendenaufruf der Diakonie Sachsen mit 10.000 Euro. Die Mittel aus dem Soforthilfefonds der Landeskirche werden der Diakonie Katastrophenhilfe für die sofortige Nothilfe vor Ort für die Opfer des schweren Erdbebens in den beiden Ländern zur Verfügung gestellt. Außerdem werden 5.000 Euro aus dem Soforthilfefonds über das Gustav-Adolf-Werk einem Partnerprojekt im syrischen Aleppo zur Verfügung gestellt.

„Wir sind erschüttert von den Berichten aus den Erdbebenregionen und möchten alle unterstützen, die jetzt in der Lage sind, den betroffenen Menschen vor Ort Hilfe. Diese muss schnell erfolgen angesichts der vielen Todesopfer und Verletzten, der großen Zerstörungen und der Kälte, der die Menschen nun schutzlos ausgeliefert sind.“, so Dr. Thilo Daniel, Dezernent im Landeskirchenamt. „Wir bitten herzlich um Spenden für die betroffenen Regionen und sind dankbar dazu auf die Diakonie Katastrophenhilfe und das Gustav-Adolf-Werk verweisen zu können.“

Dr. Viola Vogel, Vorstand für Wirtschaft und Recht bei der Diakonie Sachsen, sagt: „Die Bilder, die uns aus den Katastrophengebieten erreichen, sind erschütternd. Einmal mehr hat ein großes Erdbeben die Türkei getroffen. Im Bürgerkriegsland Syrien waren schon vor dem Beben Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die Zahl der Todesopfer und Verletzten steigt rasant und die Zerstörungen sind gewaltig. Die Diakonie Katastrophenhilfe bereitet einen Nothilfeeinsatz vor und ich bitte dringend um weitere Spenden für die Menschen in den Erdbebengebieten“, fügt sie hinzu.

Nach schweren Erdbeben am Montagmorgen hat die Türkei um internationale Hilfe gebeten. Michael Frischmuth, Programmleiter der Diakonie Katastrophenhilfe: „Die Erde hatte gebebt, als die meisten Menschen in ihren Häusern waren und schliefen. Deshalb befürchten wir, dass noch viele weitere Tote und Verletzte unter den Trümmern geborgen werden.“ Die Diakonie Katastrophenhilfe steht mit Partnern in Syrien und in der Türkei in engem Kontakt, um Nothilfemaßnahmen schnell umzusetzen. Dafür hat das evangelische Hilfswerk in einem ersten Schritt 500.000 Euro bereitgestellt

Ein Team des türkischen Partners Support to Life (STL) wurde in die Region Hatay entsendet, die stark von den Erdbeben betroffen ist. Auch in Syrien sind die Zerstörungen enorm. Dort hat die Partnerorganisation GOPA-DERD ebenfalls ein Team in den betroffenen Gebieten, um Bedarfe zu erheben und obdachlos gewordene Menschen zu versorgen.

Bereits gestern erreichten die ersten Nachrichten aus Syrien auch das Gustav-Adolf-Werk (GAW) in Leipzig, welches in einer langjährigen Projektpartnerschaft mit einer christlichen Gemeinde im syrischen Aleppo verbunden ist. Im Friedensgebet in der Leipziger Nikolaikirche kamen die Schäden und Opfer in der syrischen Stadt zur Sprache. Das Zentrum des Bebens und vieler Nachbeben war im Südosten der Türkei und hatte Auswirkungen bis weit nach Syrien hinein. Tausende Menschenleben sind zu beklagen. Auch Schäden an Kirchen und Schulen sind zu beklagen.

"Was wir nach dem Ende der Kämpfe in Aleppo in den letzten Jahren renoviert haben, ist alles wieder kaputt. Es ist schrecklich!", meldet der zuständige Pfarrer Haroutune Selimian von der armenisch-evangelischen Bethelgemeinde. Seit Jahren unterstützt das Gustav-Adolf-Werk (GAW) diese Gemeinde im Wiederaufbau nach den Kämpfen im Bürgerkrieg in Syrien. Das Gustav-Adolf-Werk in Sachsen half insbesondere und konkret beim Aufbau eines Kindergartens der Gemeinde.

Nun steige nach den Erschütterungen am frühen Morgen die Anzahl der Toten stündlich in den zerstörten Häusern. Das Gustav-Adolf-Werk bitte um Spenden, um der Gemeinde in Aleppo in ihrer Not nach dem Erdbeben helfen zu können. https://www.kd-onlinespende.de/projekt-checkout.html?id=2345

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden:
Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin
Evangelische Bank
IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Erdbebenhilfe Türkei Syrien
Online unter: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

 

 

Zerstörungen nach dem verheerenden Erdbeben im Südosten der Türkei

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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