Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Diakonie Sachsen startet Spendensammlung


20 Mai 2025

Unterstützung für diakonische Straffälligenhilfe

RADEBEUL – Die Diakonie Sachsen führt ihre diesjährige landesweite Spendensammlung zugunsten der diakonischen Straffälligenhilfe durch. Sie findet in der Zeit vom 23. Mai bis 1. Juni 2025 statt. Im Mittelpunkt stehen junge Menschen und Erwachsene, die straffällig geworden sind und nach der Haft vor einem Neuanfang stehen.

In Sachsen werden jährlich mehrere Hundert Menschen aus dem Strafvollzug entlassen. Häufig fehlt ihnen dann ein soziales Netz, eine berufliche Perspektive oder ein sicherer Wohnraum. „Besonders in der Zeit unmittelbar nach der Haft besteht ein hohes Risiko, erneut straffällig zu werden, wenn keine unterstützenden Strukturen vorhanden sind“, erklärt Rotraud Kießling, Referentin für Straffälligenhilfe der Diakonie Sachsen.

Die Straffälligenhilfe des evangelischen Wohlfahrtsverbandes begleitet Betroffene in dieser sensiblen Phase – sowohl während der Inhaftierung als auch beim Übergang in ein eigenverantwortliches Leben. Das Hilfeangebot umfasst unter anderem die sozialpädagogische Beratung in Justizvollzugsanstalten sowie die Unterstützung bei der Wohnungs- und Arbeitssuche.

Auch im Rahmen der Jugendgerichtshilfe ist die Diakonie aktiv. Sie begleitet junge Menschen nach der Hauptverhandlung bei der Umsetzung der vom Gericht auferlegten Maßnahmen. Ziel ist es, die Jugendlichen zur Übernahme von Verantwortung für ihr Verhalten zu befähigen und neue Perspektiven aufzuzeigen. „Die Jugendgerichtshilfe setzt dort an, wo junge Menschen Orientierung und Unterstützung brauchen. Sie bietet Chancen zur Veränderung“, erläutert Kathleen Jevlasch, Referentin für Kinder- und Jugendhilfe der Diakonie Sachsen.

Ein weiteres wichtiges Element ist das Engagement von Ehrenamtlichen, die den Betroffenen helfen, soziale Bindungen aufzubauen und den Weg zurück in die Gesellschaft zu finden. „Resozialisierung ist keine Einbahnstraße und gelingt nicht im Alleingang“, so Dietrich Bauer, Vorstandsvorsitzende der Diakonie Sachsen. „Unser diakonisches Engagement für straffällig gewordene Menschen ist Ausdruck unseres christlichen Menschenbildes. Wir setzen auf Annahme, Versöhnung und die Überzeugung, dass Veränderung möglich ist – unabhängig von der Vergangenheit eines Menschen.“

Mit der Spendensammlung macht die Diakonie Sachsen auf die Situation straffällig gewordener Menschen aufmerksam und wirbt zugleich um gesellschaftliche Solidarität mit einer Gruppe, die häufig auf Ablehnung stößt. Die eingehenden Mittel fließen unmittelbar in die Arbeit der Straffälligenhilfe und sollen dazu beitragen, Brücken zurück in ein selbstbestimmtes Leben zu bauen.

Spenden sind online unter www.diakonie-sachsen.de/onlinespende möglich.

Über die Diakonie Sachsen:

Die Diakonie Sachsen ist der soziale Dienst der evangelischen Kirche. Rund 27.000 hauptamtliche Mitarbeitende arbeiten in rund 2.000 ambulanten und stationären Diensten wie Pflegeheimen, Sozialstationen, Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, Beratungsstellen und Kindertagesstätten. Die Geschäftsstelle in Radebeul vertritt die Interessen ihrer 257 Mitglieder und engagiert sich für die Weiterentwicklung evangelischer Sozialarbeit in Sachsen.

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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