Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Diakonie Sachsen sammelt für Wohnungsnotfallhilfe


14 Nov. 2019

Menschen in Wohnungsnot brauchen unsere Unterstützung 

RADEBEUL – Die Haus- und Straßensammlung der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens für ihre Diakonie startet ihre Herbstsammlung. Vom 15. bis 24. November sind Sammlerinnen und Sammler mit Sammeldosen unterwegs,  um die diakonische Arbeit in Sachsen zu unterstützen. Die Spenden der bevorstehenden Sammlung sollen der Wohnungsnotfallhilfe zugutekommen. Sie wird öffentlichkeitswirksam von „Wettermacher“ Jörg Kachelmann am Freitag, 15. November, vor der Leipziger Buchhandlung Hugendubel in der Petersstraße eröffnet.  

Um eine hohe Aufmerksamkeit zu erreichen, startet die Diakonie Sachsen zeitgleich eine Kampagne, die über Social Media und mit Plakaten zu Spenden aufruft. Weitere Prominente, die die Sammlung mit ihrem Gesicht unterstützen und sich an Orten haben fotografieren lassen, die von wohnungslosen Menschen aufgesucht werden: Der Brautmodendesigner Uwe Herrmann in einer Kleiderkammer, die Sängerin und Moderatorin der Sendung „Tierisch, Tierisch“, Uta Bresan auf einer Parkbank mit Hund, der Opernsänger und Entertainer Gunther Emmerlich als Straßenzeitungsverkäufer und die MDR-Moderatorin Anja Koebel in einer Übergangswohnung. Sie wollen damit zeigen: „Es kann jede und jeden treffen. Und: Wir schauen hin, ihr seid nicht allein.“  

Hintergrund: In Sachsen steigt die Zahl der wohnungslosen Menschen. Wohnungslosigkeit und drohende Wohnungslosigkeit sind keine gewählten Lebensformen, sondern häufig Folge gesellschaftlicher Probleme. Insbesondere in den Städten ist bezahlbarer Wohnraum knapp. Viele Menschen sind in schlecht bezahlten Arbeitsverhältnissen beschäftigt und leben an der Armutsgrenze. Auch Hartz IV-Leistungen sichern ein menschenwürdiges Leben und Wohnen nur bedingt. Manchmal ist es auch eine längere Krankheit und die damit verbundene unzureichende Versorgung, die dazu führt, dass bisherige Lebensentwürfe ins Wanken geraten. 

Wer jedoch keine eigene Wohnung hat, sich täglich um eine Schlafmöglichkeit kümmern muss, um sich vor Kälte und Gefahren zu schützen, hat einen Rechtsanspruch auf Hilfe. Die Wohnungsnotfallhilfe der Diakonie Sachsen umfasst 39 unterschiedliche Hilfeangebote für Wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen wie beispielsweise Kontakt- und Beratungsstellen, Tagestreffs mit Selbsthilfewerkstätten, Straßensozialarbeit, Ambulant und Stationär Betreutes Wohnen und das EU-Projekt „MenschenWÜRDE – leben und wohnen“. 

Um diese Arbeit zu unterstützen, sammelt die Diakonie Sachsen in den nächsten Tagen Spenden zugunsten der Wohnungsnotfallhilfe. Auch online-Spenden sind möglich und erwünscht.  Das Geld kommt der diakonischen Wohnungsnotfallhilfe auf drei Ebenen zugute: Zum einen, dass Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter Menschen in Wohnungsnot an ihren relevanten Treffpunkten in den großen Städten Sachsens aufsuchen, sie beraten und ihnen weiterhelfen. Dieses Projekt wird zum Großteil über den Europäischen Hilfsfonds abgesichert. Die nötigen Eigenmittel können aber nur mit Spenden abgesichert werden. Die Einrichtungen und Dienste der Wohnungsnotfallhilfe sind zum anderen dringend auf finanzielle Mittel angewiesen, um rasch und unbürokratisch Hilfe leisten zu können. Und zum Dritten gibt es unterschiedliche Wohnprojekte für wohnungslose Menschen, die Unterstützung benötigen. 

Diakonie Sachsen

Die Diakonie Sachsen hat am heutigen Freitag mit Jörg Kachelmann in der Leipziger Fußgängerzone ihre diesjährige Herbstsammlung zugunsten der diakonischen Wohnungsnotfallhilfe eröffnet.

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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