Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Diakonie Sachsen: Mehr Qualität in der Pflege
19 Juli 2018
Attraktive Pflegegehälter sind in der Diakonie längst Realität!
RADEBEUL - „Attraktive Vergütungen, wie sie von der Politik jetzt für die Beschäftigten in der Pflege gefordert werden, haben wir bei der Diakonie Sachsen längst. Die zurzeit in Sachsen geltende Basisstufe beträgt 2:725,61 Euro brutto in Vollzeit. Dieser Betrag ist 13-mal im Kalenderjahr zu zahlen, was umgerechnet einem reinen Monatslohn von 2:952,74 Euro entspricht. Außerdem steigt in Sachsen die Basisstufe zum 1. Dezember 2018 noch einmal auf 2.782,85 Euro, was einem reinen Monatslohn von 3.014,75 Euro entspricht.
Daneben gibt es weitere Sozialleistungen, wie z.B. Kinderzuschlag, zusätzliche Altersversorgung. Damit haben unsere Gehälter Vorbildcharakter in der Branche“, sagt Diakonie-Direktor Christian Schönfeld. Die hohe Tarifbindung in der Diakonie sichere den Fachkräften bereits jetzt die von Gesundheitsminister Jens Spahn gestern im ZDF-Morgenmagazin genannte Vergütungsspanne von 2.500 bis zu 3.000 Euro – und überträfe diese sogar. „Wir als gemeinnützige Träger weisen noch einmal in aller Deutlichkeit darauf hin, dass wir mit der Pflege auch keine Renditen erwirtschaften müssen, die wir dann an Aktionäre und Teilhaber ausschütten“, erinnert Schönfeld.
Was allerdings dringend beendet werden müsse, sei das Gegeneinanderausspielen von Pflegebedürftigen und Mitarbeitenden. „Wir brauchen konkrete Konzepte, wie steigende Kosten in der Pflege solidarisch getragen werden können. Denn die Pflege muss teurer werden, um eine gute Qualität und ausreichend Fachpersonal zu sichern! Sachsen beispielsweise hat bundesweit den schlechtesten Schlüssel im Pflegebereich – da muss etwas geschehen!“ Eine faire tarifliche Bezahlung der Pflegekräfte, eine Personalbemessung, die sich am tatsächlichen Bedarf orientiert und eine Neuordnung der Pflegeberufe seien nicht zum Null-Tarif zu haben. Für die dafür nötige Refinanzierung der steigenden Kosten brauche es eine grundlegende Reform der Pflegeversicherung.
Zugleich müsse Pflege im Alter aber bezahlbar bleiben. Zunehmend seien Pflegebedürftige auf Sozialhilfe angewiesen, um die Kosten einer stationären Betreuung zu decken. In Sachsen ist das mit steigender Tendenz bereits fast jeder vierte Pflegebedürftige.
Mit Blick auf den Fachkräftemangel kritisiert Schönfeld: „Pflege hat immer noch ein Schmuddel-Image. Da wünsche ich mir ein Umdenken, denn für viele Menschen ist ihr Pflegeberuf ein sehr erfüllender Job." Viele Pflegekräfte frustriere jedoch eine anhaltend negative Berichterstattung über ihr Berufsfeld.
Zugleich weiß Schönfeld, dass es in diesem Beruf auch viele Schwierigkeiten gebe wie einen hohen Arbeitsdruck. Selbst mit ihrer besseren Vergütung gelinge es der Diakonie Sachsen immer weniger, junge Menschen für eine Ausbildung in dem Bereich zu motivieren. Auszubildende, die direkt von der Schule kämen, seien inzwischen die Ausnahme. Wer jedoch ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Pflege absolviere, entschließe sich im Anschluss häufig auch für eine Ausbildung.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.