Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

Bereich

Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

Bereich

  

Deutsch-Polnisch-Tschechisches Partnerschaftstreffen


02 Mai 2017

Die Partnerschaftstreffen finden im Wechsel in einem der drei Länder statt

BIELITZ-BIALA – Mit einem gemeinsamen Gottesdienst am Sonntag, 30. April, in einer evangelischen Kirche nahe der oberschlesischen Stadt Bielsko-Biała (Bielitz-Biala)  ging ein viertägiges Partnerschaftstreffen von Frauen aus Deutschland, Polen und Tschechien zu Ende. Die Predigt hielt Pfarrerin Annette von Oltersdorf-Kalettka aus Rabenau bei Freital.

Die Kirchliche Frauenarbeit in Sachsen war mit acht Vertreterinnen vor Ort im kirchlichen Freizeitheim „Betania“ in Bielsko-Biała. Dazu kamen 13 Theologinnen und engagierte Mitarbeiterinnen aus der Hussitischen Kirche (Tschechien), der lutherischen und reformierten Kirche Polens, um über Andachten, Bibelarbeiten und Exkursionen hinaus, verschiedene kirchliche Prägungen kennen zu lernen.

Aus dem neutestamentlichen Galaterbrief (5. Kapitel) war das Treffen von den Gastgeberinnen mit der Überschrift „Früchte des Heiligen Geistes im Leben einer gläubigen Frau“ überschrieben. Es regte dazu an, die „Früchte“ der Arbeit und die Bedeutung von Begriffen wie „Freude“, „Glaube“, Selbstbeherrschung und „Nächstenliebe“ im jeweiligen Kontext darzustellen. Darüber hinaus wurden aus unterschiedlicher Sicht biblische Texte im gegenseitigen Austausch auf die heutige Zeit bezogen.

Ebenfalls auf dem Programm standen Erkundungen der Umgebung in der Woiwodschaft Schlesien und deren Geschichte. Die Teilnehmerinnen hatten Gelegenheit zu einem Treffen und Gespräch mit Bischof Dr. Adrian Korczago der Diözese Cieszyn (Teschen) der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen. Sie ist zwar flächenmäßig die kleinste Diözese, aber mit rund 38.000 Gemeindegliedern lebt hier fast die Hälfte der evangelischen Christen Polens.

Die Verständigung auf den Treffen erfolgt entweder in Deutsch oder über Dolmetscherinnen ins Polnische und Tschechische. Diese Partnerschaftstreffen finden immer im Wechsel in einem der drei Länder statt. Im letzten Jahr traf sich eine Gruppe im ostsächsischen Ostritz. Entstanden sind die Treffen vor 17 Jahren auf der Basis privater Begegnungen von Pfarrerinnen der Länder, die später im Rahmen einer begrenzten Teilnahme öffentlich wurden.

Kirchliche Frauenarbeit

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

Teilen Sie diese Seite