Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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„Der Tod ist kein Beinbruch“


10 Nov. 2023

Ökumenische Themenwoche im Leipziger Osten

LEIPZIG – An verschiedenen Orten im Leipziger Osten geht es vom 13.-18. November in Abendveranstaltungen um 19:00 Uhr um Fragen des menschlichen Leidens und Sterbens. Christliche Gemeinden, Projektinitiativen und Einrichtungen bieten in der Themenwoche Raum, aus unterschiedlichen Blickwinkeln in Berichten, Vorträgen und Gesprächen den Umgang mit dem Tod zu betrachten. 

Auftakt ist am Montag, 13. November, in der Neuapostolische Kirche (Sigismundstr. 5) mit einem Vortrag der Psychologin und Psychotherapeutin Elke Jann-Kluge zu „Nahtoderfahrung – Lebenserfahrung“ und anschließender Gesprächsrunde.
Tags darauf lädt die Johanniterakademie (Riebeckstr. 33) zu einem Vortrag mit Oberarzt und Palliativmediziner Dr. Kamprad vom St. Elisabethkrankenhaus ein. Hier geht es um die Palliativmedizin und die Möglichkeiten und Grenzen einer würdevollen und fachlich angemessenen Versorgung Schwerstkranker und Sterbender sowie der Begleitung ihrer Angehörigen.

Am 15. November heißt es im Hospiz Verein Leipzig e.V. (Kommandant-Prendel-Allee 97) „Mit Leib und Seele – ambulante Hospizarbeit“.
Der Donnerstag führt zum Sprach- und Nachbarschaftscafé DRESDNER59 (Dresdner Str. 59), einem Stadtteilprojekt der Ev.-Luth. Dreifaltigkeitskirchgemeinde Leipzig. Hier referiert Anett Ratsch vom Caritasverband Leipzig über Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten.

Zum vieldeutigen Motto der Gesamtreihe „Der Tod ist kein Beinbruch“ gibt es am Freitag, 17. November, in der Erlöserkirche Thonberg (Dauthestr. 1A) Film, Gespräch, Texte und Musik mit Pfarrer Sebastian Keller sowie Susanne Krujatz, Sozialarbeiterin im Hospiz Chemnitz und Klinikclownin.
Der Samstagabend steht im Evangelisches Studienhaus (Sommerfelder Str. 20) unter dem Titel „Bestattungen – ein Liebesdienst“. Eine Mitarbeiterin von Bestattungen Dunker gibt Einblick in ihre wertvolle Arbeit und was für Bestattungen und gelingende Trauerprozesse aus ihrer Sicht wichtig ist.

Veranstalter der Ökumenischen Themenwoche zu Sterben und Tod sind die Erlöserkirchgemeinde Thonberg, die Neuapostolische Kirche Nord- und Ostdeutschland, die Marienkirchgemeinde Stötteritz, Hl. Maria Magdalene Leipzig-Ost – Ortsgemeinde St. Laurentius Stötteritz.
Weitere Informationen über die einzelnen Themenabenden.

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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