Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Denkmaltag: „Entdecken, was uns verbindet“
06 Sept. 2018
Kirchen beteiligen sich am „Tag des offenen Denkmals“
DRESDEN - In diesem Jahr steht der „Tag des offenen Denkmals“, der am 9. September bundesweit begangen wird, unter dem Motto "Entdecken, was uns verbindet”. Es bezieht sich dabei auf das Europäische Kulturerbe-Jahr 2018 unter dem Motto "Sharing Heritage”. Zu besichtigen sind historische Einrichtungen und denkmalgeschützte Gebäude im 25. Jahr des deutschlandweiten Denkmaltages. Mittlerweile ist der Tag des offenen Denkmals die wohl größte Kulturveranstaltung Deutschlands.
In Sachsen öffnen wieder zahlreiche Kirchen und kirchliche Gebäude, die über die gemeindliche Nutzung hinaus, zum sächsischen Kulturerbe gehören und zudem mit Bezug auf das Motto für Beheimatung und Bindung stehen. Auch Friedhöfe laden zu Besuchen mit Führungen ein. Vorträge sowie musikalische Akzente vertiefen die Angebote der meist unter Denkmalschutz stehenden Gebäude.
In Dresden-Striesen erfährt der Besucher der Versöhnungskirche an der Schandauer Straße etwas über die Geschichte und die Sanierung der Kirche. Angebote für Kinder, Konzert und Kaffee und Kuchen beinhalten das Programm. Die Kreuzkirche lädt um 11:30 Uhr und 12:30 Uhr zu Glocken-, Turm- und Orgelführungen ein. Mit Führungen und Aktionen beteiligt sich auch die Gedenkstätte Sophienkirche, Busmannkapelle, ab 15:00 Uhr am Denkmaltag.
Weitere Kirchen sind u.a. die Kirche in Leubnitz-Neuostra, die Loschwitzer Kirche und die Schifferkirche Maria am Wasser in Hosterwitz. Die St. Jakobuskirche in Freital-Pesterwitz beteiligt sich ebenfalls am Denkmaltag. Landesbischof Dr. Carsten Rentzing wird im dortigen Sonntagsgottesdienst um 9:30 Uhr predigen, der auch im Rahmen des Jubiläums „950 Jahre Pesterwitz“ gefeiert wird.
In Chemnitz stehen ebenfalls mehrere Innendstadtkirchen offen. Zudem werden auf dem St. Nikolaifriedhof (Michaelstr. 15) verschiedene Veranstaltungen angeboten. Es geht am Nachmittag in einem Vortrag um die Geschichte des Friedhofs, dem sich unterschiedliche thematische Führungen anschließen. Der Tag wird um 17:00 Uhr mit einem Konzert für Violoncello und Orgel in der St. Nikolaikirche beschlossen.
Im Chemnitzer Umland öffnen beispielsweise die Stiftskirche in Chemnitz-Ebersdorf (Mittweidaer Straße 79) und im Südosten die klassizistische Kirche in Kleinolbersdorf-Altenhain ihre Türen. In Westsachsen beteiligen sich der Zwickauer Dom St. Marien, die Matthäuskirche und in der Umgebung die restaurierte Kirche „Zu den drei Marien“ im Wildenfelser Ortsteil Härtensdorf mit dem Peter-Breuer-Altar, der Urban-Kreutzbach-Orgel sowie den alten und neuen Glocken. Im Übergang zum Vogtland öffnen die Kirchen in Irfesgrün, Waldkirchen und Stangengrün.
In und um Leipzig laden einige Kirchen Interessierte zu Veranstaltungen ganz unterschiedlicher Art ein. Es stehen Gottesdienste, Konzerte, Turmbesteigungen und Kirchenführungen auf dem Programm. So lassen sich entlegene Ecken, überraschende Töne und spannende Aus- und Einblicke erkunden. Nach dem Gottesdienst in der Leipziger Thomaskirche, in dem der Thomanerchor singt, gibt es Führungen in der Kirche zu Orgeln und Turm. Die benachbarte Lutherkirche am Johannapark steht auch für Besichtigungen offen. In Leipzig-Plagwitz wird eine Ausstellung der Offenen Kunstwerkstatt eröffnet.
Häufig ist die Kirchenöffnung Möglichkeit, über bauliche Veränderungen und über Sanierungen zu informieren. So wird in der Gnadenkirche im Gottesdienst der Abschluss der Restaurierung des Kanzelaltars gefeiert. In der Michaeliskirche am Nordplatz gibt es ab 15:00 Uhr in der offenen Kirche eine Präsentation des Sanierungsprojektes Michaeliskirche sowie eine Kirchenführung durch Räumlichkeiten, die sonst selten betreten werden können.
Im „Neuseenland“ im Leipziger Süden laden u.a. die Kirchenruine in Wachau zu Kaffee, Kuchen, Limonade, Kindertheater, Führung und Konzert sowie die Fahrradkirche Markkleeberg-Zöbigker zu einem bunten Programm für Groß und Klein ein.
In Borna wird am 9. September ein Kirchenbezirkstag gefeiert. Um 14:00 Uhr beginnt er mit einem Festgottesdienst zur Einführung des neuen Superintendenten Dr. Jochen Kinder in der Stadtkirche St. Marien. Danach wird das Festprogramm auf dem Martin-Luther-Platz fortgesetzt.
Der „Tag des offenen Denkmals“ findet seit 1993 bundesweit immer am zweiten Sonntag im September statt. Deutschlandweit öffnen mehr als 7.500 historische Baudenkmale, Parks oder archäologische Stätten am Denkmaltag ihre Türen.
Auf dem Gebiet der sächsischen Landeskirche befinden sich 1.500 Kirchen und Kapellen in 700 Kirchgemeinden und Kirchspiele. Über 90 Prozent stehen unter Denkmalschutz.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.