Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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DEKT 2019 in Dortmund
16 Juni 2019
"...sammeln und im Glauben stärken" – gemeinsame Fahrt zum Kirchentag
DRESDEN - Vertrauen als aktivierende Kraft. Das ist die Überschrift für das Programm des 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT) in Dortmund vom 19.-23. Juni 2019 in Anlehnung an dessen Losung „Was für ein Vertrauen“ (2. Könige 18,19). Am Programm mit seinen über 2.000 Veranstaltungen werden auch Besucher und Gäste aus Sachsen nicht vorbeikommen oder sich daran beteiligen.
Während sich Einzelpersonen und Gruppen auf eigene Faust in Richtung Westfalen-Metropole auf den Weg machen werden, wird es auch organisierte Fahrten geben. So meldet das Büro von Kongress und Kirchentag für die traditionelle Fahrt der Konfirmanden und Jungen Gemeinde ausgebuchte Busse. Zehn Busse mit über 200 jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern starten in Sachsen am 19. Juni Richtung Westen.
Sie werden sich mit erkennbar eigenem Outfit unter die Tausenden von Teenies mischen, auf die ein eigenes abwechslungsreiches und buntes Programm wartet. Untergebracht sind sie in einer Dortmunder Schule.
Darüber hinaus wird eine organisierte Gruppe die Bundesbahn zur Anreise aus Dresden nutzen.
Collegium Canorum Lobaviense unter Leitung von KMD Christian Kühne aus Löbau gestaltet ein Podium im Zentrum Gottesdienst. In diesem Zentrum werden auch Pfarrerin Angelika Behnke, Dresden, und Pfarrer Bernhard Stief, Leipzig, als Referenten zu Gast sein. Im Zentrum Weltanschauung referiert Dr. Harald Lamprecht aus Dresden.
Schon traditionell mit dabei ist der Arbeitsbereich Barrierefrei des Landesjugendpfarramtes, deren Mitarbeitende mit anderen jungen Menschen aus Deutschland Kirchentagsteilnehmenden das Thema Inklusion und Leben mit Behinderung mit alt bewährten Methoden und neuen Ideen nahe bringen werden.
Weitere Beteiligungen gibt es in Bereichen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz in einem Workshop sowie im Barcamp über Diskussionskultur mit Jan Witza aus dem Landesjugendpfarramt.
Musikalisch beteiligen sich aus Sachsen die Gruppen „Stilbruch“ aus Leipzig und „Zwischenfall“ aus Moritzburg mit Konzerten sowie Gabi und Dr. Amadeus Eidner aus Chemnitz mit einem Kindermusical. Carmen und Friedemann Wutzler aus Weinböhla leiten einen Gospelworkshop und der Leipziger Pianist Michael Wollny beteiligt sich an einem Podium mit Prof. Rosa.
Auf dem „Markt der Möglichkeiten“ präsentieren sich die AG Christliche Freizeithäuser, die ReiseMission aus Leipzig, die Herrnhuter Brüdergemeinde mit den Losungen und das Leipziger Missionswerk. Im Pilgerzentrum stellt sich der Verein „Pilgern in Mitteldeutschland“ vor.
Der Deutsche Evangelische Kirchentag ist eine Bewegung, besteht seit 1949 und lädt alle zwei Jahre in eine andere Großstadt ein. Der 37. Deutsche Evangelische Kirchentag ist nun vom 19.-23. Juni 2019 in Dortmund zu Gast. Weitere Informationen unter kirchentag.de. In Sachsen fand der DEKT zuletzt in Dresden 2011 statt, davor 1997 in Leipzig.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.