Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Das KAFF in Meißen wird 30!
14 Nov. 2023
Das Wirken des KAFF geht über den Stadtteil hinaus
MEISSEN - Mit rund 50 Gästen hat das Kinder- und Jugendhaus KAFF der Diakonie Meißen sein 30-jähriges Jubiläum gefeiert. Wer 30 Jahre alt wird, der hat schon viel erlebt in seinem Leben und feiert diesen Anlass entsprechend mit guten Freunden, Wegbegleitern und Unterstützern. In diesem Sinne haben sich am 10. November etwa 50 Personen aus Stadt und Politik in den Räumlichkeiten der Lutherkirche (Wilhelm-Walkhoff-Platz) versammelt.
Nach einer Andacht mit Superintendenten i.R. Andreas Stempel und Grußworten des Geschäftsführers der Diakonie Meißen Frank Radke sowie Meißens Bürgermeister Markus Renner durfte das Publikum auf Zeitreise gehen. Mitarbeitende erinnerten sich in Bildern und Erzählungen an Meilensteine der Entwicklung, etwa an die Herausforderungen beim Hochwasser 2002, an viele schöne gemeinsame Ausflüge oder den Trägerwechsel 2019. Dabei immer im Mittelpunkt: Das Wohlergehen der Kinder und Jugendlichen.
Heute ist das KAFF Anlaufstelle für bis zu 40 Kinder. Wochentäglich gibt es zahlreiche kreative wie auch nachhaltige Angebote – dabei wird auch immer gemeinsam gekocht und gegessen. Arbeitsteilung und Rituale spielen bei der pädagogischen Arbeit eine wichtige Rolle. „Ich versuche jedes Kind so zu nehmen wie es ist“, sagt Theresa Kluge, die das Haus seit 2017 leitet und ergänzt: „Manchmal gehe ich dafür auch ungewöhnliche Wege, wenn es die Situation erfordert.“
Zusammen mit ihrem Team, das aus Ehrenamtlichen sowie Praktikantinnen und Praktikanten besteht, ist sie eine wichtige Ansprechpartnerin für die Kinder im Kiez. Das weiß auch Bürgermeister Markus Renner, der im Grußwort auf die Schwierigkeiten in diesem Stadtteil anspielte: „Insofern betrachte ich das KAFF als ein Zentrum im Triebischtal. Es braucht viele, die diese wichtige Arbeit unterstützen. Das Wirken des KAFF geht über den Stadtteil hinaus.“
Nach dem offiziellen Teil öffnete das KAFF im Laufe des Nachmittags seine Türen für die Kinder und Jugendlichen. Für sie gab es einen bunten Strauß verschiedenster Angebote. Unter anderem wurde eine Falkner-Show, das „Pfannkuchentheater“ aus Großenhain sowie eine KAFF-Disco organisiert.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.