Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Corona-Gedenken in zwei Dresdner Citykirchen


18 Apr. 2021

An Verstorbene und ihrer Hinterbliebenen in Fürbitte gedacht

DRESDEN - Unter dem Titel »Zeit zur Klage – Raum für Hoffnung« haben am Sonntag viele Kirchen Sachsens zu einem gemeinsamen Corona-Gedenken eingeladen. Auch in Dresden beteiligten sich Kirchen am Gedenken und öffneten an diesem Tag Kirchen und Kapellen für spezielle Angebote ihre Türen. Mit gemeinsamen liturgischen Elementen wurde der in der Corona-Zeit Verstorbenen und ihrer Hinterbliebenen gedacht und Fürbitte für Menschen, die derzeit unter der Corona-Pandemie in Deutschland und weltweit leiden, gehalten.

So luden die beiden großen Dresdner Stadtkirchen ebenfalls zu Gottesdiensten und Andachten ein. In der Frauenkirche Dresden gestalteten um 11:00 Uhr Oberkirchenrat Christoph Seele und Frauenkirchenorganist Samuel Kummer den Gottesdiensts. Am Nachmittag hielt Pfarrer i.R. Joachim Zirkler eine Andacht, an der auch der Landesbischof Tobias Bilz mitwirkte. Generalvikar Andreas Kutschke vom Bistum Dresden-Meißen, der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer, der Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert sowie der Stiftungsratsvorsitzende der Stiftung Frauenkirche Dresden, Joachim Hoof, sprachen Fürbitten. Im Anschluss wurden Kerzen entzündet. Zuvor war die Kirche zum stillen Gebet offen.

Die Dresdner Kreuzkirche wurde ebenfalls ab den Morgenstunden offen gehalten, unterbrochen vom normalen sonntäglichen Gottesdienst mit Superintendent Albrecht Nollau fand auch hier um 15:00 Uhr unter dem Titel »Zeit zur Klage – Raum für Hoffnung« eine Andacht für die an Corona Verstorbenen statt. Im Anschluss an die Andacht kamen die Vertreter der Landeshauptstadt Dresden, darunter der Oberbürgermeister, sowie Vertreter des Freistaates mit dem Ministerpräsidenten in die Kreuzkirche und trafen sich zunächst in der Schützkapelle und entzündeten Kerzen, die sie in den Hauptraum der Kirche trugen und auf einen Tisch im Altarraum absetzten. Um 18:00 Uhr gab es noch eine Andacht mit Superintendent Nollau unter musikalischer Begleitung von Kreuzorganist Holger Gehring.

Kreuzkirche Dresden

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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