Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Chorprojekt zwischen Chemnitz und Sibiu


28 Mai 2025

Wiedersehen zum Kulturkirchenfest (Chorfestival) am 30. August

CHEMNITZ – Von Chemnitz aus ist die dortige St. Petri-Schloß-Kantorei mit KMD Siegfried Petri vor dem Himmelfahrtswochenende ins rumänische Sibiu (Hermannstadt) zu einem gemeinsamen Konzert mit der Evangelischen Kantorei Siebenbürgen gestartet. In der evangelischen Stadtpfarrkirche in Hermannstadt wird am 31. Mai um 19:00 Uhr die „Messe von Kronstadt“ mit 75 Sängerinnen und Sängern sowie Solisten und Instrumentalisten aufgeführt.

Hinter dem fünfteiligen und fünfsprachigen Werk stehen fünf Komponistinnen und Komponisten, die das kirchenmusikalische Auftragswerk zum Reformationsjubiläum 2017 geschrieben haben. Das von der Evangelischen Honterus-Kirchengemeinde in Braşov (Kronstadt) in Auftrag gegebene Werk war bereits im Herbst 2017 in der Schwarzen Kirche von Kronstadt uraufgeführt worden.

Der frühere sächsische Ökumene-Referent Friedemann Oehme und seine Frau besuchten die damalige Aufführung und die Idee war geboren, das kirchenmusikalische Werk auch in Sachsen zur Aufführung zu bringen. So wird es im Kulturhauptstadtjahr Chemnitz 2025 möglich sein, nach dem Konzert in Hermannstadt die Kronstädter Messe auch im Rahmen des Ökumenischen Kulturkirchentages (Chorfestival) am 30. August in der Chemnitzer St. Petrikirche zu erleben.

Zusätzlichen Schub und Unterstützung erhielten die vielfältigen und langjährigen Beziehungen zwischen der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien und der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens durch einen Partnerschaftsvertrag, der im Jahr 2022 festgeschrieben und weiterentwickelt wurde. Zu den Handlungsfeldern dieser Partnerschaft zählt auch die Kirchenmusik.

So gab es bereits viele Projekte mit der Hochschule für Kirchenmusik und der Meißner Kantorei. Erst kürzlich wurde die Siebenbürgische Passionsmusik von Hans Peter Türk gemeinsam in Hermannstadt und an anderen Orten und ebenso in Sachsen aufgeführt.

Für Friedemann Oehme sei es eine besondere Freude, „dass es gelungen ist, die Messe von Kronstadt, dieses beeindruckende kirchenmusikalische Werk, nach Sachsen zu holen und auch in Siebenbürgen als gemeinsames Projekt zur Aufführung zu bringen“. „Diese Messe in ihren unterschiedlichen Sprachen spiegelt nicht nur die kulturelle Vielfalt Rumäniens wider. Sie ist überhaupt ein lebendiger, vielfältiger Klang der Ökumene, so der früher Ökumene-Referent. Für ihn seien die Aufführungen in beiden Kulturhauptstädten Sibiu (2007) und Chemnitz (2025) für dieses Werk in diesem Jahr die passenden Orte.

Auch im Ruhestand hält Friedemann Oehme aufgrund jahrzehntelanger Beziehungen die Kontakte zu internationalen Partnern und Freunden aufrecht. So wird er nicht mit dem Chemnitzer Chor die Rückreise antreten, sondern gemeinsam mit seiner Frau Gabi auf Einladung der evangelischen Kirche in Hermannstadt bis 28. August mit Pfarrdiensten sowie seine Frau gemeindepädagogisch im Sommereinsatz tätig sein.

Evangelische Stadtpfarrkirche in Herrmannstadt, wo letztes Jahr im September die Vollversammlung der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) stattfand.
Abschiedsfoto vom Chemnitzer Chor vor dem Eingangsportal der Schloßkirche.

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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