Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Chemnitzer Jubiläumskonzert
17 Okt. 2018
Siegert-Psalm: monumental - expressiv - farbenreich - tiefgründig
CHEMNITZ – Anlässlich des Stadtjubiläums „875 Jahre Chemnitz“ sowie „130 Jahre St. Petrikirche“ erklingt in der St. Petrikirche am 21. Oktober um 17:00 Uhr ein Jubiläumskonzert mit chorsinfonischer Musik der Romantik von Chemnitzer Komponisten.
Für dieses Jubiläumskonzert erklingen Werke dreier Komponisten, die mit der Stadt Chemnitz und mit der St. Petrikirche in enger Verbindung stehen. Ewald Gotthold Siegert (1875-1947) und Paul Geilsdorf (1890-1976) wirkten Jahrzehnte in der St. Petrikirche und der gebürtige Ebersdorfer Carl August Fischer (1828-1892) hat dort ebenfalls Konzerte gegeben. Alle drei Komponisten hatten einen hervorragenden Ruf: Fischer weihte 1872 die Ladegast-Orgel des Großen Musikvereinssaals in Wien mit Anton Bruckner ein, Siegert führte das Schaffen seines Lehrers Max Reger am stärksten in Chemnitz fort und Geilsdorf war als Chorleiter und Komponist von Chorwerken deutschlandweit bekannt.
Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Chemnitz zu einer Industriemetropole. Damit ging ein enormes Bevölkerungswachstum einher und die Stadt erlebte einen beachtlichen kulturellen Aufschwung. Aktives Musizieren der Chemnitzer gehörte zum Leben der Stadt. Im Jahr 1914 existierten 37 Musikvereine und 100 Sängervereinigungen. Aus diesem lebendigen, kulturellen Umfeld schöpften die genannten Komponisten.
Der 100. Psalm von Ewald G. Siegert ist unmittelbar als Reaktion auf den 100. Psalm von Max Reger entstanden und kam 1912 in der St. Petrikirche mit der Städtischen Kapelle zur Uraufführung. Regers Psalm wurde in der Chemnitzer Lukaskirche von Reger persönlich uraufgeführt.
Das Manuskript des 100. Psalms von Siegert befindet sich im Archiv der Ev-Luth. St. Petri-Schloß-Kirchgemeinde Chemnitz und konnte rechtzeitig für das Festkonzert im ortus musikverlag Berlin erscheinen.
Die Sinfonie C-Dur op. 30 für Orgel und Orchester von Carl August Fischer verbindet die Orgel mit dem romantischen Orchester in großer Form, was zu dieser Zeit wohl kaum im deutschsprachigen Raum zu finden ist.
Der Gewandhaus-Organist, Michael Schönheit, übernimmt bei allen Werken den Solopart auf der Ladegast-Jehmlich-Orgel der St. Petrikirche, einem geradezu idealen Instrument für dieses expressive Musik.
Mit den weiteren Solisten, der St. Petri-Schloß-Kantorei Chemnitz und Gästen sowie der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz wird Musik, die in Chemnitz entstanden ist, unter Leitung von KMD Siegfried Petri als ein musikalischer Höhepunkt im Festjahr "875 Jahre Chemnitz" zu erleben sein.
Programm:
Chorsinfonische Musik der Romantik von Chemnitzer Komponisten
- Carl August Fischer (1828 – 1892): Sinfonie C-Dur op. 30 für Orgel und großes Orchester
- Paul Geilsdorf (1890 – 1976): 147. Psalm „Lobet den Herrn“ op. 1 für Sopran, gemischten Chor und Orgel; Lento für Violine und Orgel op. 35
- Ewald Gotthold Siegert (1875-1947): 100. Psalm „Jauchzet dem Herrn“ op. 40 für Bariton, gemischten Chor und großes Orchester und Orgel
Solisten: Guibee Yang, Sopran; Sebastian Richter, Bariton; Hartmut Schill, Violine; Michael Schönheit, Orgel; St. Petri-Schloß-Kantorei Chemnitz und Gäste; Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz unter Gesamtleitung von Kirchenmusikdirektor Siegfried Petri.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.