Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

Bereich

Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

Bereich

  

25. Chemnitzer Friedenstag: Friedenstüchtig bleiben


25 Feb. 2026

Umfangreiches Programm mahnt und mobilisiert für ein friedliches Miteinander

CHEMNITZ – Am Donnerstag, dem 5. März, erinnert Chemnitz mit dem 25. Chemnitzer Friedenstag unter dem Titel »Friedenstüchtig bleiben« an die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg und setzt zugleich ein Zeichen für Frieden, Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Unter dem Leitgedanken eines gemeinsamen und aktiven Erinnerns laden die Arbeitsgruppe Chemnitzer Friedenstag und die Stadt Chemnitz gemeinsam mit zahlreichen Initiativen, Vereinen, Kirchen, Bildungseinrichtungen und engagierten Bürgerinnen und Bürgern zu einem vielfältigen Programm ein.

»Der Chemnitzer Friedenstag bringt Menschen zusammen, die sich angesichts der aktuellen Kriege, der Diskussion um Aufrüstung und Kriegstüchtigkeit Fragen stellen: Wo bleibt das intensive Bemühen um Frieden? Wer übernimmt Verantwortung für den Frieden in der Welt und zwischen uns? Was kann jeder von uns dafür tun? Antworten sind nicht einfach. Aber der Wunsch nach Frieden und die Sorge um dessen Erhalt, verbindet uns alle an diesem besonderen Tag. Es ist großartig und für uns wichtig zu sehen, dass sich in diesem Jahr, so viele Akteurinnen und Akteure wie noch nie zuvor beteiligen«, sagt Sabine Kühnrich, Sprecherin der Arbeitsgruppe Chemnitzer Friedenstag.

Der Chemnitzer Friedenstag verbindet historisches Gedenken mit aktuellen Fragen des friedlichen Zusammenlebens. Ziel ist es, Erinnerung lebendig zu halten und zugleich Perspektiven für ein respektvolles Miteinander in Gegenwart und Zukunft zu eröffnen. Die Arbeitsgruppe Chemnitzer Friedenstag blickt zudem auf ein Vierteljahrhundert intensive ehrenamtliche Arbeit zurück. Dazu wird auch eine Ausstellung auf dem Neumarkt zu sehen sein. »Über die Jahre ist bei der Ausgestaltung des Chemnitzer Friedenstages eine enge Kooperation mit der Stadt Chemnitz gewachsen. Es ist großartig, dass die Stadt engagiert dabei ist. Dafür sagen wir Danke«, so Stephan Brenner, Mitglied der Arbeitsgruppe. »Wir danken auch für die großzügige finanzielle Unterstützung durch den Kulturbetrieb der Stadt Chemnitz und die Bertha-von Suttner-Stiftung«, ergänzt Sabine Kühnrich.

Ökumenischer Gottesdienst in der Stadtkirche St. Jakobi

Gerechtigkeit ist eine der Voraussetzungen für Frieden. Dass das, was im Großen gilt, auch im Zwischenmenschlichen von großer Bedeutung ist, zeigt dieser Friedensgottesdienst auf. Dieser wird am Abend, 20:00 Uhr, in der Stadtkirche St. Jakobi veranstaltet. Zu Gast ist Pfarrerin Anne Straßberger, die Seelsorgerin für die Justizvollzugsanstalt Chemnitz. Im Gottesdienst wird auch das Nagelkreuz auf Wanderschaft geschickt: Es wird in den Wochen nach dem Friedenstag in der JVA Chemnitz und in der Christuskirchgemeinde zu Besuch sein. Bereits ab 19.30 Uhr findet in der Kirche ein öffentliches Vorgespräch zum Gottesdienst statt. Anschließend gemeinsamer Gang zum Friedenskreuz

Das vollständige Programm ist auf der Webseite des Chemnitzer Friedenstages zu finden.

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

Teilen Sie diese Seite